Bald vereinsloser Profi will zurück in die Bundesliga

Durm über Schalke: "Es gab Gespräche"

Erik Durm

"Ich will zurück in die Heimat": Erik Durm. imago images

Dass es schwer werden würde, ahnte Erik Durm schon vor einem Jahr, als er von Borussia Dortmund zu Huddersfield Town wechselte. Und tatsächlich endet sein Abenteuer nun schon wieder: Huddersfield verpasste den erneuten Premier-League-Klassenerhalt mit 20 Punkten Rückstand auf Platz 17 klar, und Durm ist ab dem 1. Juli offiziell vereinslos.

Sein Klub hatte zwar eine Option auf eine weitere Saison mit ihm. "Aber das hatte sich erledigt, nachdem ich Huddersfield mitgeteilt hatte, dass ich nicht in der 2. Liga spielen möchte", sagt Durm im kicker-Interview (Montagausgabe). Der 27-jährige Außenverteidiger, der auf 30 Saisoneinsätze (ein Assist) zurückblicken kann, hat andere Pläne.

"Bei den türkischen Vereinen musste ich selbst schmunzeln"

"Ich will zurück in die Heimat, in die Bundesliga. Auch wenn ich mir noch zwei, drei andere Möglichkeiten vorstellen kann", verrät er und meint damit "gute Klubs in Spanien oder Italien". Die Bundesliga jedoch habe "Priorität".

In Verbindung gebracht wurde Durm, der Weltmeister von 2014, schon mit Besiktas und Fenerbahce, Schalke und Köln. Durms Kommentar: "Bei den türkischen Vereinen musste ich selbst schmunzeln, als ich damit konfrontiert wurde. Freunde schicken mir plötzlich Nachrichten, ob ich in die Türkei gehen würde. Aber dem ist nicht so. Ich google mich ja auch nicht selbst, was es gerade Neues über mich gibt, daher war ich überrascht..."

Wagner? "Dave war mein großer Förderer, zu ihm habe ich ein super Verhältnis"

Und Schalke, das jetzt von Durms Ex-Trainer David Wagner ("Ihm habe ich persönlich viel zu verdanken") betreut wird? "Dave war mein großer Förderer, zu ihm habe ich ein super Verhältnis." Und: "Es gab auch Gespräche, das kann ich sagen." Dass Durm zwischen 2012 und 2018 bei S04-Erzrivale BVB unter Vertrag stand, muss dabei kein Hinderungsgrund sein; bis 2015 war damals auch Wagner in Dortmund angestellt.

In Hektik verfällt Durm aber nicht. "Da ich vertrags- und ablösefrei bin, gibt es in dem Sinne kein Transferfenster. Es wäre schön, irgendwo eine komplette Vorbereitung zu absolvieren. Aber ich überstürze auch nichts. Es muss alles passen: Die Familie ist wichtig - und mein persönlicher Wohlfühlfaktor. Es gibt noch keinen klaren Favoriten."

Sein Jahr in Huddersfield, der überraschende Trainerwechsel - und die Lage beim BVB: Das ganze Interview mit Erik Durm lesen Sie im aktuellen kicker vom Montag.

jpe/tbö