Bayern-Präsident über Transfers und Hummels

Hoeneß geht es "langsam auf die Nerven" - Gespräche wegen Kabak

Uli Hoeneß

Will sich nicht unter Druck setzen lassen: Bayern-Präsident Uli Hoeneß. imago images

Der Satz ist am heutigen Montag exakt vier Monate alt, aber Uli Hoeneß wird ihn so schnell nicht mehr loswerden. "Wenn Sie wüssten, wen wir alles schon sicher haben für die neue Saison", hatte der Bayern-Präsident damals vollmundig verkündet - seitdem steht die Frage im Raum, wen außer den rund einen Monat später offiziell verpflichteten Lucas Hernandez (Atletico) er damit wohl meinte.

Während der FC Bayern eifrig Spieler abgibt (Franck Ribery, Arjen Robben, Rafinha, James, Mats Hummels, eventuell Jerome Boateng), tat sich bei den Einkäufen nach Benjamin Pavard (23, 35 Millionen Euro), Lucas Hernandez (23, 80 Mio.) und Fiete Arp (19, 2,5 Mio.) nichts mehr. Wunschspieler Rodrigo (22, Atletico) entschied sich gegen Bayern, und die Bemühungen um Leroy Sané (23, Manchester City), der weiterhin ganz oben auf der Wunschliste steht, laufen zwar weiter, brachten aber noch keinen Durchbruch.

Ich kann versichern: Am 15. August steht eine gute Mannschaft auf dem Platz.

Uli Hoeneß

Doch Hoeneß will sich nicht unter Druck setzen lassen. "Ich muss ehrlich sagen, langsam geht mir das auf die Nerven, dass man sich nur noch über Käufe definiert", wehrte er sich am Sonntagabend mit Verweis auf die bislang investierten knapp 120 Millionen Euro. "Wir haben gerade zwei Titel gewonnen und wir sollten jetzt erstmal alle feiern. Ich kann versichern: Am 15. August steht eine gute Mannschaft auf dem Platz."

Also doch? Bayern-Vertreter kündigen sich wegen Kabak an

Womöglich tut sich in den nächsten Tagen bei einem Spieler noch einmal etwas, den die Bayern zwischenzeitlich von ihrer Prioritätenliste gestrichen hatten: Bei Ozan Kabak (19), der den VfB Stuttgart nach dem Abstieg für festgeschriebene 15 Millionen Euro verlassen kann, hatte sich der Rekordmeister im Winter mit der Möglichkeit eines Zugriffsrechts beschäftigt, ihn dann aber doch komplett dem VfB überlassen.

Nun haben sich nach kicker-Informationen für diese Woche Vertreter des FC Bayern zu einem Austausch bei Kabaks Management angekündigt. Das führt gerade mit Interessenten aus ganz Europa intensive Gespräche, auch Schalke, Monaco, Manchester United, West Ham United und der AC Mailand sind am türkischen Innenverteidiger-Talent dran.

Hummels-Entscheidung für Hoeneß "total richtig"

Aktuell planen die Bayern im Abwehrzentrum mit Niklas Süle, Pavard und Lucas Hernandez sowie mit Javi Martinez als Aushilfe. Kabak könnte die Riege erweitern, zumal die beiden französischen Weltmeister auch außen spielen können.

Hummels' Stelle ist jedenfalls frei geworden. Über dessen Rückkehr zum BVB sagt Hoeneß: "Mats hat darum gebeten, dass er freigegeben wird, und daraufhin hat der FC Bayern die Gespräche aufgenommen. Das war ein ausdrücklicher Wunsch von Mats Hummels und seinem Vater. Und nachdem wir sehr viele Innenverteidiger haben, ist diese Entscheidung, glaube ich, total richtig, obwohl Mats eine sehr gute Rückrunde gespielt hat."

jpe/gem

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