Neuer Trainer stellt sich in Turin vor

Juve kämpft um Rabiot - Sarri möchte Ronaldo "helfen"

Maurizio Sarri

Kreativ: Die Juve-Fans freuen sich auf Maurizio Sarri. picture alliance

Vier Tage nach der offiziellen Verkündung nahm Sarri am Donnerstagvormittag im Pressesaal von Juventus Platz und freute sich in Anwesenheit von Präsident Andrea Agnelli, Vizepräsident Pavel Nedved und Sportdirektor Fabio Paratici darüber, mit 60 Jahren beim "wichtigsten Verein Italiens" angekommen zu sein.

Drei Jahre lang sei er als Napoli-Trainer jeden Morgen aufgewacht und habe überlegt, "wie ich Juventus besiegen kann". In jedem dieser Jahre wurde Juventus Meister. "Ich habe 110 Prozent gegeben und es nicht geschafft." Aber: "Es war eine Erfahrung und jetzt werde ich 110 Prozent für diesen Klub geben."

Sarri: "Ich habe noch nie so viel Entschlossenheit gesehen"

Auch Sarri wird wissen, dass er, anders als in Neapel, mit dem Gewinn der Meisterschaft in Turin nicht für Sättigung sorgen würde. Sein Vorgänger Massimiliano Allegri musste trotz vier Doubles in fünf Jahren gehen, der neunte Scudetto in Folge ist also ohnehin fest eingeplant. Was dem Verein seit 1996 fehlt, ist der Champions-League-Titel. "Das wird extrem hart", weiß Sarri, "aber es ist das klare Ziel."

Angetastet hat sich Sarri im Mai als Chelsea-Trainer: In Baku gewann er beim 4:1-Sieg im Europa-League-Finale gegen Arsenal seinen ersten Titel überhaupt. Weil das Fernweh jedoch überwog und er "noch nie so viel Entschlossenheit seitens des Vereins gesehen hat, einen Trainer zu bekommen", verließ er die Blues nach nur einem Jahr wieder.

Sportdirektor Paratici: "In Sachen Rabiot machen wir unsere Arbeit"

Wen Sarri außer Cristiano Ronaldo ("Ich würde ihm gerne helfen, noch ein paar Rekorde zu brechen") und den vorhandenen Profis trainiert, ist noch offen. Sportdirektor Paratici bestätigte auf Nachfrage, dass sich Juve um Adrien Rabiot bemüht, dessen Vertrag bei PSG in zehn Tagen ausläuft. "In Sachen Rabiot machen wir unsere Arbeit. Viele Klubs sind interessiert, so auch wir." Das hatte Rabiot bereits verraten.

Über Paul Pogba, der zwischen 2012 und 2016 schon für Juventus auflief und zuletzt durblicken lassen hatte, Manchester United verlassen zu wollen, sagte Paratici nur: "Wir wünschen uns nur das Beste für Paul, er hat dem Klub viel gegeben."

mkr

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"Nicht nackt rausschicken" - Sarri bei Juventus Turin vorgestellt

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