Vor EM-Autakt: Finale Entscheidungen gefällt

Die Würfel sind gefallen: Tah trägt die Binde, Nübel hütet das Tor

Alexander Nübel (li.) und Jonathan Tah

Alexander Nübel (li.) und Jonathan Tah imago images

Von der U-21-EM aus dem italienischen Fagagna berichten Fabian Istel und Michael Pfeifer

Bei der anstehenden U-21-EM in Italien und San Marino will die deutsche Mannschaft ihren Titel von vor zwei Jahren verteidigen. Der Weg dahin wird kein leichter sein, bereits in der Vorrunde stehen mit Dänemark (Mo., 21 Uhr), Serbien (Do., 21 Uhr) und Österreich (23. Juni, 21 Uhr) durchaus anspruchsvolle Aufgaben bevor.

Bis zuletzt waren zwei elementare Fragen offen. Wer wird die Nummer eins im Tor und wer trägt die Kapitänsbinde. Für den Platz zwischen den Pfosten kamen sowohl Alexander Nübel (FC Schalke) als auch Florian Müller (FSV Mainz 05) in Frage, für das Kapitänsamt standen Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) und Lukas Klostermann (RB Leipzig) zur Wahl.

Wie der DFB inzwischen mitteilte, hat sich Kunz für eine erwartete Lösung entschieden: Das Tor wird Nübel hüten, während Tah Kapitän sein wird. Der Leverkusener war ohnehin davon ausgegangen. "Ich glaube, ja", hatte der Innenverteidiger auf die Frage, ob er der Mannschaftsführer sei, geantwortet: "Ich war ja bei allen Maßnahmen, bei denen ich dabei war, Kapitän."

Die Entscheidung pro Tah ist allerdings keine Entscheidung gegen Klostermann, vielmehr will Kuntz natürlich auch auf die anderen Führungsspieler wie eben Klostermann, Benjamin Henrichs (AS Monaco) und Timo Baumgartl (VfB Stuttgart) setzen.

In puncto Torhüter verteidigte Nübel also seinen Stammplatz gegenüber Müller, der sich im Trainingslager als starker Herausforderer präsentiert und sich durchaus Hoffnungen gemacht hatte. "Ich glaube, jeder, der hier ist, ist von sich überzeugt, und denkt, dass er der Mannschaft helfen kann, das denke ich auch, jeder hat den Anspruch zu spielen, so schätze ich mich auch ein", hatte der FSV-Keeper erklärt. Nun allerdings wird er seine persönlichen Ambitionen hinten anstellen müssen.

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