Mittelfeldmann geht in die 2. Liga

Aue sticht Kaiserslautern bei Sessa aus

Nicolas Sessa

Kommt vom VfR Aalen zu Erzgebirge Aue: Nicolas Sessa. imago images

"Nicolas ist ein Spieler, der mit seiner unbekümmerten Spielweise in Aalen für Furore gesorgt hat. Seine Tor- und Vorlagenquote ist für eine Debütsaison beachtlich", meinte Veilchen-Cheftrainer Daniel Meyer. "Er ist ein Spielertyp, den wir so bisher nicht im Kader haben und der noch lang nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen ist."

In 30 Drittliga-Spielen für den VfR Aalen hatte der aufgrund seiner argentinischen Wurzeln und dribbelstarken Spielweise "Mini-Messi" genannte Sessa sechs Tore erzielt und sieben Vorlagen gegeben. Schon vor seinem Wechsel von der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart nach Aalen im Sommer 2018 hatte der gebürtige Stuttgarter das Interesse höherklassiger Vereine auf sich gezogen.

Nach Aalens Abstieg war der 1. FC Kaiserslautern an einer Verpflichtung interessiert, der Transfer bahnte sich in den vergangenen Tagen an - doch Sessa, der vom ehemaligen deutschen Nationalspieler Kevin Kuranyi (52 Länderspiele, 19 Tore) beraten wird, zog das Angebot von Aue vor. Dort hat Sessa einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2021 unterschrieben.

Seine Stammposition hat er im zentralen Mittelfeld als klassischer Zehner. Dafür bringt Sessa Übersicht, Tempo und Technik mit - für Aufsehen sorgte er in der abgelaufenen Drittliga-Saison unter anderem beim Aalener Heimspiel gegen Münster, als er nach Ballgewinn am eigenen Strafraum ein 60-Meter-Solo mit einem Treffer krönte.

Sessa, dessen jüngerer Bruder Kevin (18) beim 1. FC Heidenheim in der vergangenen Spielzeit zu zwei Zweitliga-Einsätzen kam, wurde unter anderem bei der TSG Hoffenheim ausgebildet. Bis 2013 hatte er bei mehreren engagierten unterklassigen Klubs im Stuttgarter Großraum gespielt.

pau