Bernardo Silva wird zum Spieler des Turniers gewählt

Ronaldo wird "nur" Topscorer - De Jong bester Jungprofi

Er durfte die Nations-League-Trophäe als Erster in die Hand nehmen: Portugals Kapitän Cristiano Ronaldo.

Er durfte die Nations-League-Trophäe als Erster in die Hand nehmen: Portugals Kapitän Cristiano Ronaldo. imago images

Das Endspiel der Nations League war noch nicht sehr lange abgepfiffen, da gab die UEFA bereits die wichtigsten individuellen Auszeichnungen des Turniers bekannt. Als Spieler des Turniers wurde nicht wie von vielen erwartet Cristiano Ronaldo geehrt - sondern Bernardo Silva von Manchester City. "Er hat seine hohe Qualität mit Torvorlagen unter Beweis gestellt, seine gesamte Leistung in den beiden Spielen war außergewöhnlich. Er hat mit und ohne Ball positiven Einfluss auf das Spiel seiner Mannschaft gehabt", begründete Packie Bonner, Technical Observer der UEFA, die Entscheidung. Im Halbfinale gegen die Schweiz hatte der feine Techniker mit dem besonderen linken Fuß zwei der drei Ronaldo-Treffer vorbereitet, im Endspiel das goldene Tor von Goncalo Guedes.

Als bester Jungprofi des Turniers wurde Frenkie de Jong ausgezeichnet. Der Mittelfeld-Antreiber vom unterlegenen Finalisten, der im Sommer für 75 Millionen Euro von Ajax Amsterdam zum FC Barcelona wechseln wird, hatte im Halbfinale gegen England 114 und gegen Portugal die vollen 90 Minuten auf dem Platz gestanden. "Er zeigt, dass er sich als junger Spieler immer weiterentwickelt und dieses Turnier wird ihn auch reifen lassen. Er hat ein gutes Turnier für ein Talent gespielt", erklärte UEFA Technical Observer David Moyes. Zur Auswahl standen ausschließlich Profis, die nach dem 1. Januar 1996 geboren wurden. De Jong kam am 12. Mai 1997 in Gorinchem zur Welt.

Ruben Dias überragt im Finale

Als Spieler des Spiels zeichnete die UEFA den erst 22-jährigen Innenverteidiger Ruben Dias von Benfica Lissabon aus. In Abwesenheit des verletzten Pepe (Schulterblattbruch) habe er "viel Verantwortung übernommen und mit großem Selbstvertrauen gespielt".

So blieb Superstar Cristiano Ronaldo nach seiner Torgala im Halbfinale doch "nur" die Auszeichnung als Top-Scorer des Turniers. Diesen Titel erhielt der Angreifer von Juventus Turin trotz der gleichen Anzahl an Scorerpunkten wie Bernardo Silva (drei Assists), weil im Bewertungsbogen Tore vor Vorlagen standen.

msc

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