Superstar schießt Portugal im Alleingang ins Finale

Santos über Ronaldo: "Er ist ein Genie"

Mal wieder der Mann des Abends: Cristiano Ronaldo (li., hier mit Bernardo Silva) traf dreifach.

Mal wieder der Mann des Abends: Cristiano Ronaldo (li., hier mit Bernardo Silva) traf dreifach. Getty Images

In der 25. Minute schlug Ronaldo zum ersten Mal zu, erwischte mit seinem direkten Freistoß Schweiz-Keeper Yann Sommer auf dem falschen Fuß. Aus dem Spiel heraus war von CR7 gar nicht so viel zu sehen - doch er machte am Ende die Tore. Nachdem die Eidgenossen zum 1:1 per Elfmeter nach Videobeweis durch den ehemaligen Wolfsburger Ricardo Rodriguez ausgeglichen hatten, sah zunächst alles nach Verlängerung aus. Aber dann kam eben der Topstar der Portugiesen: Zunächst traf Ronaldo nach toller Vorarbeit von Bernardo Silva trocken ins rechte Eck (88.), dann nutzte er einen Fehler im Aufbauspiel des Gegners und traf platziert - erneut ins rechte Eck (90.).

Die Frage nach dem Spieler des Spiels war damit geklärt, der Kapitän führte die Portugiesen vor heimischem Publikum ins Finale zu Hause in der Nations League. "Ich habe viele Adjektive benutzt, um Ronaldos Spiel zu beschreiben. Ich war 2003 bereits sein Trainer und konnte sehen, wo es bei ihm hingehen wird. Er ist ein Genie. Es gibt geniale Gemälde oder Skulpturen - und er ist ein genialer Fußballer", adelte Nationaltrainer Santos.

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Und wer weiß, wie die Partie ohne Ronaldo ausgegangen wäre, denn die Schweiz hielt gut mit, wurde nach der Pause mutiger. "Es war ein gutes Spiel - zwei sehr starke Mannschaften trafen aufeinander. Sie sind sehr gut organisiert, haben die Formation dann geändert. Ihre Spieler wissen, was sie zu tun haben auf dem Feld", lobte Santos den Kontrahenten. Nicht so gut gefiel dem Trainer die erste Hälfte seines Teams: "Wir waren etwas ängstlich am Ball und haben versucht, das nach der Halbzeit zu verbessern. Das hat sich gegen Ende des Spiels dann auch gezeigt. Wir haben technisch starke Spieler, die den Ball brauchen, um ihre Qualität zu zeigen."

Joao Felix mit unauffälligem Debüt

Technisch gut ist auch Jungstar Joao Felix, der aktuell in aller Munde ist und bei vielen Topklubs auf dem Zettel steht. Der 19-Jährige debütierte am Mittwoch für die Portugiesen, konnte sich aber in seinem ersten Länderspiel nicht in den Vordergrund spielen. "Es war keine Prüfung, so etwas gibt es in der Schule", sagte Santos und betonte: "Ich beobachte meine Spieler während der Saison und berufe sie, weil sie es verdient haben. Ich will keinen testen oder prüfen."

Daei ist noch weit weg

Die Show gehörte am Mittwoch nicht dem Youngster, sondern dem Platzhirsch: Ronaldo hat nun in 157 Länderspielen 88 Tore erzielt, nur der Iraner Ali Daei (109 Treffer in 149 Partien) traf im Nationaltrikot öfter. Diese Marke ist selbst für CR7 schwer zu knacken. Mit seinen ersten Toren in der Nations League hat der fünfmalige Weltfußballer nun in insgesamt zehn Endrunden für die Seleçao getroffen (Europameisterschaften 2004, 2008, 2012, 2016; Weltmeisterschaften 2006, 2010, 2014, 2018 sowie der Confed Cup 2019). Nun will er in der Nations League mit Portugal nach der Europameisterschaft 2016 den nächsten Titel holen. "Auf wen auch immer wir jetzt treffen, es wird schwierig. England und die Niederlande sind beide exzellente Teams", sagt Ronaldo. Das zweite Halbfinale findet heute Abend (20.45 Uhr, LIVE! auf kicker.de) statt. Das Finale steht am Sonntag (20.45 Uhr) an.

mst

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"Er ist einfach ein Genie" - Keine Adjektive mehr für CR7

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