French Open

"Fedex" liefert schnell - Wawrinka-Tsitsipas-Spektakel

Roger Federer

Drittältester Viertelfinalist bei den French Open aller Zeiten: Roger Federer. imago images

Das ging erstaunlich schnell: In nur 102 Minuten hat French-Open-Rückkehrer Roger Federer das Viertelfinale in Paris erreicht. Beim 6:2, 6:3, 6:3 ließ der 37 Jahre alte Tennisprofi aus der Schweiz dem argentinischen Sandplatz-Experten Leonardo Mayer keine Chance und bleibt damit ohne Satzverlust. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad wollte sich Federer offenbar nicht länger als unbedingt nötig auf dem Court Philippe Chatrier aufhalten und nutzte in seinem 401. Match bei einem Grand-Slam-Turnier gleich seinen ersten Matchball.

"Ich bin super zufrieden. Mir macht es großen Spaß, hier zu spielen", sagte Federer im Interview mit Ex-Profi Fabrice Santoro. Er ist nun der drittälteste French-Open-Viertelfinalist nach dem 40 Jahre alten Pancho Gonzales 1968 und dem 39-jährigen Istvan Gulyas 1971. Im Kampf um den Einzug in das Halbfinale trifft der 20-malige Grand-Slam-Turniersieger am Dienstag auf seinen Schweizer Landsmann Stan Wawrinka.

Im bislang spektakulärsten und längsten Match der diesjährigen French Open hat der Ex-Champion durch einen Sieg gegen Stefanos Tsitsipas das Viertelfinale erreicht. Der Schweizer Gewinner von 2015 rang den an Nummer sechs gesetzten Tennis-Aufsteiger aus Griechenland am Sonntag in 5:09 Stunden mit 7:6 (8:6), 5:7, 6:4, 3:6, 8:6 nieder.

Schon mit dem Erreichen der zweiten Woche hatte sich Federer zufrieden gezeigt, weil er sein Leistungsvermögen auf Asche nicht wirklich einschätzen konnte und seit 2015 nicht mehr bei den French Open gespielt hat. 2016 musste er verletzt zurückziehen, 2017 und 2018 hatte er komplett auf die Sandplatz-Saison verzichtet.

Doch wie schon bei seinen Dreisatz-Erfolgen gegen den Italiener Lorenzo Sonego, den Kölner Oscar Otte und den Norweger Casper Ruud strahlte Federer trotz der Hitze und des starken Windes vom ersten Ballwechsel an Selbstsicherheit und Souveränität aus. «Es war heute wichtig, sich auf den Aufschlag zu konzentrieren, und ich war sehr zufrieden mit meinem Aufschlag», schilderte Federer die schwierigen Bedingungen. Mit einer unerreichbaren Vorhand in die Ecke des Feldes beendete er nach einer Stunde und 42 Minuten das Match und erreichte zum 54. Mal bei einem der vier großen Turniere das Viertelfinale.

dpa

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