Franzose kommt aus Augsburg

Fix: Schmid wechselt zum SC Freiburg

Jonathan Schmid

Verlässt Augsburg zurück Richtung Freiburg: Jonathan Schmid. imago images

"Der SC ist meine fußballerische Heimat und ich möchte mithelfen, dass wir hier auch weiterhin erfolgreich sind. Ich freue mich total wieder zurück zu sein und gehe die neuen Herausforderungen voller Energie und Überzeugung an", sagte Schmid, der die Rückennummer 7 von Florian Niederlechner erhält.

Der 28-Jährige ist beim SC vornehmlich für die offensive rechte Außenbahn eingeplant, wo in den vergangenen Jahren beim SC nur selten ein Kandidat über einen längeren Zeitraum überzeugen konnte. Das Plus des Elsässers: Zuletzt spielte er beim FCA rechter Verteidiger und wäre auch dort eine Option, vor allem im 3-5-2. Rechts hinten war er angesichts der insgesamt mäßigen Saison einer der Augsburger Lichtblicke.

Schmid verwandelte drei Freistöße direkt - Topwert der Liga - und kam neben den drei Toren in 28 Partien auch auf sieben Assists. Angesichts des Abgangs von Vincenzo Grifo ein weiteres Argument für die Verpflichtung. Trotz der einen oder anderen defensiven Schwäche könnte Schmid dank seiner Schnelligkeit und seines Spielverständnisses die gewünschte Mischung aus Küblers und Stenzels Stärken verkörpern. Eine Verpflichtung hatte sich im Zuge des Wechsels von Stürmer Niederlechner vom SC zum FCA ergeben.

Christian Streich weiß, wie ich ticke. Er hat mich oft geschimpft und angeschrien, aber das hat mir gutgetan.

Jonathan Schmid

"Als sich die Möglichkeit bei Johnny eröffnete hatten wir sofort die Überzeugung, dass uns seine Rückkehr weiterbringen wird", sagt Vorstand Jochen Saier. "Johnny ist ein erfahrener und stabiler Bundesligaspieler, der durch seine Variabilität und Stärke bei Standards besticht. Zudem kennt er die Freiburger Abläufe und wird keine lange Anlaufzeit benötigen."

Die Geschichte von Schmid und dem SC, vor allem Trainer Christian Streich, reicht einige Jahre zurück. Mit der A-Jugend des Offenburger FV traf der Elsässer 2008 im Verbandspokal auf den Sport-Club. Ein Spiel, das die Karriere des Elsässers entscheidend veränderte. "Ich habe ein Tor gemacht, Christian Streich kam direkt nach dem Spiel zu mir", erinnert sich Schmid. "Er wollte mich haben, aber er hat mir gleich gesagt, dass ich abnehmen muss. Ich hatte ein paar Kilo zu viel."

Schmid freut sich auf Streich

Schmid befolgte den Rat - und fand in Streich einen Trainer, der ihn förderte und forderte. "Christian Streich weiß, wie ich ticke. Er hat mich oft geschimpft und angeschrien, aber das hat mir gutgetan. Manchmal war ich nicht wach auf dem Platz, er hat mich gepusht", berichtet Schmid. Streichs emotionale Art habe ihm "sehr geholfen und mich geprägt. Früher dachte ich, dass die Dinge von alleine kommen. Ohne Christian Streich hätte ich es nicht nach oben geschafft, dafür bin ich ihm sehr dankbar. Er ist ein besonderer Trainer, weil er ehrlich ist und vor niemandem Angst hat. Er sagt dir direkt ins Gesicht, wenn etwas nicht passt."

Patrick Kleinmann

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