Im Falle des "kleinen Wunders"

Um 14.09 Uhr: So plant der BVB die mögliche Meisterfeier

Borussia Dortmund

2017: Als Borussia Dortmund den Pokalsieg feierte. imago images

Die Spieler und Verantwortlichen des BVB erklärten in dieser Saison regelmäßig, sie würden sich nur aufs nächste Spiel konzentrieren. Die Feuerwehr der Stadt Dortmund allerdings verhielt sich anders: "Die Planungen für eine eventuelle Meisterfeier haben bereits vor Monaten begonnen", verrät Oliver Nestler von der Dortmunder Feuerwehr, "wir blicken da schon auf die Tabelle."

Mit einer übergroßen Portion Optimismus hatte dieses Verhalten nichts zu tun. Es ist aus organisatorischen Gründen schlicht notwendig, eine öffentliche Feier im Voraus zu planen - selbst wenn die Gefahr besteht, dass die Planungen am Ende für die Katz sind. Und so konnten Vertreter der Stadt, der Feuerwehr, der Polizei, des Ordnungs- und des Tiefbauamts am Mittwoch ein fertiges Konzept präsentieren, das im Falle einer Dortmunder Meisterschaft zum Tragen käme.

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
78
2
Borussia Dortmund
76
3
RB Leipzig
66

Sollte der BVB also das "kleine Wunder" (Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl) vollbringen und sich am Samstag den Titel sichern, gäbe es am Sonntag einen Korso durch die Innenstadt. Der Startpunkt wäre um 14.09 Uhr der Borsigplatz, anschließend ginge es auf einer 4,9 Kilometer langen Route durch die Innenstadt. Geplante Dauer der Veranstaltung: Vier Stunden.

Die Polizei erwartet im Fall der Fälle große Menschenmengen an der Korsostrecke und hat vorsorglich ein Flaschenverbot für die betroffenen Straßenzüge ausgesprochen. "Wir rechnen mit bis zu 200.000 Fans", sagt Edzard Freyhoff von der Dortmunder Polizei. Rucksäcke sollen daher ebenso wenig mitgenommen werden wie Kleinkinder oder Tiere. Das Abbrennen von Pyrotechnik ist ohnehin verboten.

Für den Samstagabend sind keine öffentlichen Feierlichkeiten geplant. Sollte es dennoch zu spontanen Autokorsos oder Versammlungen von Dortmunder Fans kommen, wäre die Polizei laut eigener Aussage auch darauf vorbereitet.

Matthias Dersch

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