Frankfurt droht im Saisonendspurt alles zu verspielen

Hinteregger: "Wir können sehr viel verlieren"

Martin Hinteregger

Enttäuschung nach dem Abpfiff: Martin Hinteregger und Frankfurt verloren gegen Mainz. imago images

"Die Gegentore haben wir zu einfach kassiert, da haben wir uns nicht gut angestellt", analysierte Hinteregger gegenüber "Sky". "Da müssen wir viel besser verteidigen." Beim ersten Tor von Anthony Ujah ließ sich David Abraham zu leicht abkochen (53.), beim zweiten Treffer des Nigerianers zeigte Simon Falette im Duell mit Jean-Philippe Gbamin überhaupt keine Gegenwehr (57.). Auch Hinteregger gab beide Male keine gute Figur ab. "Das war der Grund, warum es plötzlich aus dem Nichts 0:2 steht", haderte der Österreicher mit den beiden Gegentreffern. "Dann war es schwer, zurückzukommen."

Von dem Doppelschlag nach der Pause erholte sich die Eintracht nicht mehr. Nach 120 kräftezehrenden Minuten in der Europa League fehlte Frankfurt die Frische, um noch einmal zurückzukommen. Weil die SGE aus den jüngsten fünf Partien nur zwei Zähler holte, droht sie die Qualifikation für die Champions League im Saisonendspurt noch zu verspielen. Mit 54 Zählern liegen die Hessen einen Punkt hinter Leverkusen und Gladbach (jeweils 55 Zähler). Der Vorsprung auf den Achten Hoffenheim (am 34. Spieltag in Mainz) beträgt wiederum nur drei Punkte, im schlimmsten Fall könnte die Eintracht also sogar nicht einmal die Qualifikation für die Europa League erreichen.

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Jetzt müssen wir die Köpfe freikriegen und gegen Bayern noch einmal alles raushauen.

Martin Hinteregger

"Wir haben unsere Chance nicht genutzt", trauerte Hinteregger der verpassten Möglichkeit nach, einen großen Schritt in Richtung Königsklasse zu machen - zumal die Ergebnisse vom Samstag eine Steilvorlage gewesen waren. "Jetzt müssen wir die Köpfe freikriegen und gegen Bayern noch einmal alles raushauen", forderte der 26-Jährige. Weil es für die Münchner im Fernduell mit Borussia Dortmund allerdings noch um die Meisterschaft geht, könnte die Aufgabe am kommenden Samstag nicht größer sein. "Es ist noch viel möglich", fasste Hinteregger zusammen. "Wir können viel gewinnen - und sehr viel verlieren."

Hinteregger: "So kann ich mich nicht verabschieden"

Angesprochen auf seine Zukunft bekräftigte der Verteidiger erneut, dass er sich einen Verbleib in Frankfurt sehr gut vorstellen könne. "Stand jetzt gehe ich nicht davon aus, dass das mein letztes Heimspiel war", erklärte der geliehene Hinteregger, der nach der Saison erst einmal nach Augsburg zurück muss. Dort war er im Winter nach kritischen Aussagen zum damaligen Trainer Manuel Baum suspendiert worden. "So kann ich mich nicht verabschieden", betonte der Publikumsliebling. "Eintracht und Hinteregger, das passt ganz gut."

jly

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