Kann der Ex-Dortmunder mit zum Finale reisen?

UEFA unter Druck: Arsenal sorgt sich um Mkhitaryans Sicherheit

Henrikh Mkhitaryan

Im Europa-League-Halbfinale noch dabei - und im Finale? Henrikh Mkhitaryan. imago images

Baku oder Madrid hieß es vor zwei Jahren, als die UEFA das Europa-League-Finale 2019 vergab. Henrikh Mkhitaryan wäre es wohl im Nachhinein ganz recht gewesen, wenn damals Madrid das Rennen gemacht hätte. Stattdessen findet in Aserbaidschans Hauptstadt nun das Endspiel der Europa League statt - mit Arsenal, womöglich aber ohne Mkhitaryan.

Der frühere Dortmunder kommt aus Armenien, zu dem Aserbaidschan wegen eines Grenzkonflikts keinerlei diplomatische Beziehungen unterhält. Deswegen verzichtete Mkhitaryan aus Sicherheitsgründen bereits auf Europa-League-Spiele beim FK Qäbälä (Oktober 2015 mit dem BVB) und bei Qarabag Agdam (Oktober 2018 mit Arsenal). Fehlt er jetzt auch am 29. Mai gegen Chelsea?

Arsenal fordert Sicherheitsgarantien - bislang lägen keine akzeptablen vor

"Die Sicherheit unserer Spieler ist von größter Bedeutung", teilte ein Arsenal-Sprecher am Freitag mit. "Wir bitten die UEFA um Garantien, dass es für Henrikh Mkhitaryan sicher ist, zum Finale der Europa League nach Baku zu reisen, was sowohl für Arsenal als auch für Micki Voraussetzung ist, damit er Teil des Kaders sein kann." Bislang jedoch lägen keine akzeptablen Garantien vor. "Wir sind hochgradig besorgt, dass der Ort des Endspiels dazu führen könnte, dass Micki nicht an einem Europapokal-Finale teilnehmen kann."

Im Oktober hatten Arsenal und Mkhitaryan gemeinsam beschlossen, lieber auf die Reise zum Gruppenspiel zu verzichten, Arsenal gewann in Baku auch ohne den inzwischen 30-jährigen Mittelfeldspieler mit 3:0. Fragen danach, wie man bei einem Finaleinzug zu handeln gedenke, war der Klub damals ausgewichen. Jetzt stellen sie sich sehr akut - und bringen die UEFA, die das Finale ungeachtet der immer wieder kritisierten Menschenrechtslage in Aserbaidschan nach Baku vergeben hatte, in Zugzwang.

jpe

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