Freiburgs schlechte Bilanz ohne den Stürmer

Ohne Petersen geht fast nichts

Nils Petersen

Muss derzeit tatenlos zuschauen und fehlt seinem Team: Nils Petersen. imago

Genauer gesagt war es der 21. Spieltag der Saison 2014/15, als der SC ohne Petersen mit 2:0 bei Hertha BSC gewann. Es war damals die erste Halbserie des Stürmers im Freiburger Trikot, trotz dessen neun Treffer in 19 Einsätzen stieg der Klub im Sommer 2015 ab. Dennoch gelang es der Klubführung, die Bremer Leihgabe fest zu verpflichten und vor allem auch dank der 21 Petersen-Treffer in der 2. Liga direkt wiederaufzusteigen.

In der Bundesliga läuft seitdem allerdings wenig zusammen, wenn der Torjäger vom Dienst ausfällt oder nicht eingesetzt wird. Ohne Petersen gab es sechs Remis und zehn Niederlagen. In dieser Saison sind es ohne den 30-Jährigen drei Unentschieden und sechs Niederlagen, mit ihm ist die Bilanz hingegen ausgeglichen: sieben Siege, acht Remis, sieben Niederlagen. Trotz größter Hoffnung dürfte es für Petersen, der seit dem 26. Spieltag wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel schmerzlich vermisst wird, eng werden für das Spiel am Sonntag gegen Düsseldorf. Vielleicht schafft es der Angreifer, der am Mittwoch wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren konnte, jedoch in den Kader, um zumindest als bester Joker der Bundesliga-Historie eine wertvolle Option für Trainer Christian Streich darzustellen.

die letzten 10 Spiele - SC Freiburg
Offenburg (A)
1
:
6
SV Linx (A)
0
:
2
Nürnberg (H)
5
:
1
Hannover (A)
3
:
0
Düsseldorf (H)
1
:
1
Leipzig (A)
2
:
1
Dortmund (H)
0
:
4
Bremen (A)
2
:
1
Mainz (A)
5
:
0
Bayern (H)
1
:
1
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Im Hinspiel gegen die Fortuna stand Petersen zwar 90 Minuten auf dem Feld, spielte jedoch wie die gesamte Mannschaft schwach (kicker-Note 5) und konnte die verdiente Niederlage nicht verhindern. Seitdem haben beide Klubs unterschiedliche Entwicklungen genommen. Stand Düsseldorf damals noch acht Punkte hinter dem SC, hat das Team von Friedhelm Funkel inzwischen acht Punkte Vorsprung und das Ziel Ligaerhalt schon viel früher als erwartet erreicht. Trotz dieses 16-Punkte-Unterschieds will auch Freiburg mit einem eigenen Erfolg den Klassenverbleib endlich unter Dach und Fach bringen. Sollte der VfB Stuttgart allerdings am Samstag in Berlin nicht gewinnen, wäre das Streich-Team bereits vor dem Anpfiff gesichert. Aber auch dann gilt es, vor eigenem Publikum mindestens den schlechten Eindruck aus dem Hinspiel zu widerlegen.

Carsten Schröter-Lorenz

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