James erneut an der Wade verletzt

Kovac: "Haben heute nicht so gut gespielt"

Niko Kovac

Hadernd in Nürnberg: Niko Kovac am 31. Spieltag. imago

"Wir hatten unter der Woche ein schweres Pokalspiel. Es herrschte heute eine gute Atmosphäre im Stadion, das hat man bei den Nürnbergern sicherlich auch gemerkt. Sie haben mit sehr viel Leidenschaft gespielt und sich in jeden Schuss geworfen. Man sieht auch an den anderen Ergebnissen der letzten Stunden, dass es im Moment in der Bundesliga nicht einfach ist", meinte Niko Kovac nach der Partie bei "Sky".

Der Münchner Trainer war bei allem Verständnis für seine Akteure aber auch mit deren Leistungen nicht zufrieden: "Wir haben heute nicht so gut gespielt. Nürnberg hat es uns von der ersten bis zur letzten Minute sehr schwer gemacht. Ich bin mit unserer Leistung nicht zufrieden, auch wenn wir am am Ende fast mit dem Punkt zufrieden sein müssen. Denn wenn der Elfmeter reingeht, dann kommen wir am Ende gar nicht mehr in die Situation mit dem Eins-gegen-eins", spielte Kovac auf die turbulenten Schlussminuten der Partie an. So hatten Nürnbergs Tim Leibold einen Foulelfmeter (Davies an Margreitter) an den Innenpfosten gesetzt, ehe Kingsley Coman anschließend seinerseits in einem Eins-gegen-eins mit Nürnbergs Keeper Christian Mathenia einen späten Münchner Last-Minute-Sieg liegengelassen hatte.

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David Alaba, der mit einem direkten Freistoß an die Querlatte bis zum 1:1 von Serge Gnabry die beste Münchner Chance besessen hatte, zeigte sich ebenfalls nicht begeistert, hatte aber - wie Kovac - auch Lob für den Gegner übrig: "Wir wussten, was für eine Chance wir heute hatten. Die Stimmung ist bei uns jetzt natürlich nicht die beste, wir müssen aber den Kopf hochhalten. Ich glaube, es lag an vielen Sachen. Nürnberg war natürlich auch nicht schlecht. Vielleicht hat man auch gemerkt, dass wir zwei harte Spiele gegen Bremen im Pokal und davor in der Liga gehabt haben. Deswegen ist das 1:1 im Großen und Ganzen auch okay", so der Österreicher.

Kovac erwartet heiße Wochen - James wieder verletzt

Kovac rechnet auch weiterhin in der Schlussphase der Saison in der Liga mit engen Partien und überraschenden Ergebnissen. "Wahnsinn, wenn man sieht, was heute in den letzten fünf Minuten passiert ist und an diesem Spieltag in der Bundesliga überhaupt. Das wird wahrscheinlich auch in den letzten drei Wochen so bleiben", so der 47-Jährige.

Ob er in der nächsten Zeit auch auf den kolumbianischen Spielmacher James wird bauen können, ist noch unklar. Denn der Mittelfeldakteur, der in der 56. Minute eingewechselt worden war, musste schon rund 15 Minuten später wieder ausgetauscht werden, nachdem er "schon nach fünf Minuten auf dem Feld", wie Kovac erklärte, erneut eine Verhärtung im Wadenbereich verspürt hatte. "Gleich nach fünf Minuten kam Thiago zu mir und sagte, dass James etwas an der Wade spürt. Er konnte nicht definieren, ob etwas kaputt gegangen ist oder er sich nur etwas gezerrt hatte, sodass wir ihn direkt rausnehmen mussten. Er ist schon behandelt worden und morgen müssen wir eine Untersuchung machen", wies Kovac auf den noch unklaren Verletzungsstatus bei James hin.

jom

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