SC-Coach rät Ex-Spieler Philipp "die Zähne zusammen zu beißen"

Streich ist dankbar für Leihspieler Grifo

Maximilian Philipp, Christian Streich und Vincenzo Grifo (v.l.)

Trifft gegen Dortmund auf einen seiner Ex-Spieler: SC-Coach Christian Streich. imago

Bis auf das Spiel gegen die ausleihende TSG Hoffenheim, für das es eine Sperr-Klausel gab, hat Vincenzo Grifo alle Rückrundenspiele beim SC Freiburg über die kompletten 90 Minuten bestritten. Der 26-jährige italienische Nationalspieler kommt dabei auf drei Tore und vier Vorlagen. Kein Wunder, dass sich SC-Trainer Christian Streich wünschen würde, dass Grifo auch über die Saison hinaus in Freiburg bleibt, Hoffnungen macht er sich darauf allerdings nicht: "Da mache ich mir Nullkommanull Gedanken drüber. Wir haben da nichts anzumelden, er wird im Sommer zurückgehen und in Hoffenheim spielen." Er fügte allerdings etwas später hinzu: "Was im September, Oktober, November ist, wissen die Götter."

Für uns und ihn eine sehr tolle Geschichte.

SC-Coach Christian Streich
Spielersteckbrief Philipp

Philipp Maximilian

Spielersteckbrief Grifo

Grifo Vincenzo

Dass die Rückkehr des Offensivspielers in der Winterpause möglich wurde, dafür müsse man "Hoffenheim dankbar sein", betonte Streich. Nachdem Grifo in einer Saison in Gladbach und einer Halbserie in Hoffenheim nicht auf die Einsatzzeiten kam, die er sich erhofft hatte, wollte er unbedingt zurück nach Freiburg, weil er sich beim Ex-Klub und beim Ex-Trainer mehr davon erhoffte. Der Plan ging auf. "Für uns und ihn eine sehr tolle Geschichte", findet Streich.

Der komplizierte Rat an Philipp

Auch um Maximilian Philipp gab es im Winter Gerüchte um einen vorzeitigen Abgang, die sich jedoch nicht bewahrheiteten. Nachdem er in seiner ersten Saison beim BVB offenbar keine Probleme hatte sich einzugewöhnen - und wie in seiner letzten Saison für den SC neun Tore erzielte -, lief die Hinrunde dieser Saison nicht mehr so gut für ihn. In der Rückrunde wollte er sich "mehr zeigen" und "Gas geben", kündigte er im Winter an, wurde aber unter anderem durch eine Knieverletzung ausgebremst. "Die einzige konstruktive Möglichkeit für ihn ist, er muss die Zähne zusammen beißen und wenn er nicht gespielt hat am Montag so trainieren, als hätte er am Wochenende drei Tore geschossen", rät ihm Ex-Coach Streich, auch wenn das "wahnsinnig kompliziert" sei.

Angesichts der großen Konkurrenz in Dortmund müsse der 25-Jährige "innerlich Dinge aushalten" und "irgendwann kommt er rein und macht ein gutes Spiel". Natürlich wünscht er ihm das nicht ausgerechnet an diesem Wochenende in Freiburg, aber auf jeden Fall für die Zukunft: "Ich wünsche Milli (Philipp, Anm. d.Red.) von ganzem Herzen, dass er sich durchsetzt, er ist ein super Fußballer."

Daniela Frahm