Regensburg nimmt einen Punkt aus Berlin mit

Beierlorzer: "Es wäre ein bisschen mehr dringewesen"

Achim Beierlorzer und Urs Fischer

Am Ende stand ein 2:2: Regensburgs Trainer Achim Beierlorzer und Union-Coach Urs Fischer. imago

"Es war nicht der Plan, in Rückstand zu geraten", startete der Franke in Diensten des oberpfälzischen Zweitligisten seine Analyse. "Wir wollten Union, so weit es ging, vom eigenen Tor weghalten", so der Trainer. Dieses Unterfangen konnte allerdings bereits nach zwölf Minuten ad acta gelegt werden: "Nach einem überragenden Spielzug haben sie mit einer starken Hereingabe das Tor gemacht", so Beierlorzer. Kurz darauf hatte Sargis Adamyan zwar per Handelfmeter ("Ich habe gehört, dass es ein berechtigter Strafstoß war") egalisiert (16.), weitere Tore sollten bis zum Pausenpfiff allerdings nicht mehr fallen - sehr zum Missfallen des Regensburger Coaches. "Wir hatten enorm viele Umschaltmomente, und eigentlich wäre ich gerne vor der Halbzeit in Führung gegangen. Die Chancen waren da."

Herr Osmers hat dann eine Führung des Spiels unternommen, in der die wuchtigen Spieler ihre Körper dann teilweise auch nicht korrekt einsetzen konnten.

Regensburgs Trainer Achim Beierlorzer über Schiedsrichter Harm Osmers

In Durchgang zwei ging der Jahn in Person von Hamadi Al Ghadioui in Front (58.) und hätte gar "mit zwei Toren führen müssen", dann aber zeigte sich die Berliner Qualität in der Breite: "Ab der 65. Minute hat man mit den Einwechslungen von Sebastian Polter und Rober Zulj gesehen, was für eine Wucht kommt", so Beierlorzer, der diesbezüglich aber auch ein paar Worte an den in der Zweikampfbewertung oftmals unsicheren Schiedsrichter Harm Osmers (kicker-Note 4) richtete: "Herr Osmers hat dann eine Führung des Spiels unternommen, in der die wuchtigen Spieler ihre Körper dann teilweise auch nicht korrekt einsetzen konnten", umschrieb der 51-Jährige die teils harte Gangart der Köpenicker mit freundlichen Worten.

Appell an die eigene Stärke

"Uns war klar, dass wir hier eine absolute Herausforderung zu bewältigen haben", machte Beierlorzer keinen Hehl aus der Schwere der Aufgabe, wollte den Punktgewinn aber nicht an Fehlern der Hausherren, sondern an der eigenen Stärke festmachen: "Wir sprechen nicht von Schwachstellen bei Union, sondern von gutem Umschaltspiel, das meine Mannschaft auszeichnet."

Letztlich fuhr Regensburg "mit einem 2:2 nach Hause", Polter sorgte in der 83. Minute für das Endergebnis, über das man bei den Oberpfälzern "auf keinen Fall unzufrieden" sei - schließlich habe der Jahn ja "bei Union Berlin gespielt". Allerdings, und das fügte Beierlorzer im Nachgang noch an, "wäre aber ein bisschen mehr drin gewesen".

kög