Leipzig marschiert weiter in Richtung Königsklasse

Rangnick: "Das war auch heute der Schlüssel"

Kevin Kampl (M.)

Lass dich drücken: Kapitän Kevin Kampl (M.) feiert seinen Treffer zum 1:0 gegen Wolfsburg. imago

Wie bereits in der Hinrunde war Leipzig mit einer Serie von zehn Ligaspielen in Folge ohne Niederlage ins Duell mit Wolfsburg gegangen. Ende November war die Serie der Sachsen gegen die Wölfe gerissen (0:1) - diesmal war jedoch früh klar, dass für die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia nichts zu holen sein würde .

"Ich bin absolut zufrieden, es war ein klasse Auftritt und, glaube ich, ein hochverdienter Sieg", analysierte Trainer Rangnick nach Spielende gegenüber "Sky". Der Coach hatte defensiv auf eine ungewohnte Dreierkette vertraut. "Zum einen haben wir in Leverkusen in der zweiten Hälfte aus dieser Grundordnung heraus ein richtig gutes Spiel gemacht", erklärte Rangnick. "Zum anderen wäre es ein Risiko gewesen, gegen die Wucht der Wolfsburger mit einer Viererkette zu verteidigen."

Spielersteckbrief Kampl

Kampl Kevin

Trainersteckbrief Rangnick

Rangnick Ralf

RB Leipzig - Die letzten Spiele
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Bundesliga - Tabelle
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2
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3
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Kampl lobt "sehr, sehr starkes Gegenpressing"

Auch im ungewohnten System präsentierten sich die Sachsen von Beginn an als die spielerisch überlegene Mannschaft. Kevin Kampl brachte Leipzig mit einem Schlenzer in Führung (16.), Timo Werner erhöhte später mit einem Kopfball auf 2:0 (28.). "Wir haben sehr, sehr starkes Gegenpressing gespielt", lobte der Torschütze zum 1:0. "Sobald wir den Ball verloren haben, waren wir sofort da, haben uns die Bälle geschnappt und dann schnörkellos nach vorne gespielt."

Wir haben extrem offensiv aufgestellt, aber alle haben defensiv sehr gut mitgearbeitet.

RB-Coach Ralf Rangnick
Timo Werner (M.)

Abgehängt: Angreifer Timo Werner (M.) ist zu schnell für Robin Knoche (l.) und Jerome Roussillon. imago

Auch für Rangnick war die Abwehrleistung der gesamten Mannschaft der Hauptgrund für den nächsten Sieg. "Wir haben extrem offensiv aufgestellt, aber alle haben defensiv sehr gut mitgearbeitet", lobte der 60-Jährige. "Dass wir wieder zu Null gespielt haben, war auch heute wieder der Schlüssel." Gegen Wolfsburg spielte die beste Abwehr der Liga (22 Gegentreffer) bereits zum 15. Mal in der laufenden Saison zu Null. Weil in der Nachspielzeit auch noch Winterneuzugang Emile Smith Rowe sein Bundesliga-Debüt feierte, stand am Ende ein rundum gelungener RB-Nachmittag.

Einzig bei der Chancenverwertung seiner Mannschaft sah Rangnick noch Luft nach oben. "Am Ende ist das einzige, was man bemängeln kann, dass ein paar Tore mehr hätten fallen können", fand der Coach. "Wir hatten super Kontersituationen, die wir teilweise auch richtig gut ausgespielt haben." Allein Werner ließ nach der Pause jedoch mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt.

Rangnick: "... dann sind wir so gut wie sicher drin"

Auch so stand nach einer "absoluten Top-Teamleistung" (Kampl) der vierte Dreier in Folge. Damit ist Leipzig seit elf Ligaspielen (8/3/0) ohne Niederlage. Am kommenden Samstag (18.30 Uhr) kann RB bei Borussia Mönchengladbach einen weiteren großen Schritt in Richtung Königsklasse machen. "Wenn wir auch in Gladbach so wie heute und in Leverkusen auftreten und einen Sieg landen - dann lege ich mich fest - sind wir so gut wie sicher drin", sagte Rangnick mit Blick auf die Champions League.

Kampl, der für den gesperrten Willi Orban (5. Gelbe Karte) die Kapitänsbinde gegen Wolfsburg getragen hatte, betonte: "Wir wollen den Sack so früh wie möglich zumachen und uns für die Champions League qualifizieren - es gibt nichts Schöneres."

jly

Bilder zur Partie RB Leipzig - VfL Wolfsburg