Köln: Bewegende Worte vor dem Duell gegen den HSV

Emotionaler Anfang: Ein respektabler Auftritt

Markus Anfang

Sprach über den Zustand seines Vaters und den kommenden Gegner: Kölns Trainer Markus Anfang. imago

Seine persönliche Situation schilderte er mit bewegenden Worten: "Ich weiß auch, dass sich viele fragen: 'Warum sitzt du da?' Mein Vater ist durch und durch Fußballer und lebt den Sport. Er hätte sich nichts anderes gewünscht, als dass ich hier sitze und weiter für diesen Sport da bin. Der Sport hat uns so viel gegeben und auch ihm gegeben. Ich weiß, dass mein Papa gewollt hätte, dass ich hier sitze und die Mannschaft auf das Spiel gegen den HSV vorbereite."

Ein starker und respektabler Auftritt, ehe auch Anfang wieder zum Tagesgeschäft überging. Und dies heißt Hamburger SV. "Es ist ein besonderes Spiel", sagt der Trainer, der mit dem Gegner einen Tiefpunkt dieser Saison verbindet - das Hinspiel nämlich. Damals verlor der FC nach einem schwachen Spiel knapp, Anfang aber entwickelte sich an dieser Leistung als Trainer weiter.

Wir sind auf einem richtig guten Weg.

Markus Anfang

Er wich in der Folge von seinem favorisierten 4-1-4-1-System ab, setzte auf eine Dreierkette in der Abwehr sowie zwei Stürmer und schuf damit die Initialzündung für eine Serie von fünf Siegen in Folge, angefangen mit dem 8:1-Kanter gegen Dynamo Dresden. Seitdem ist eine Menge passiert, sportlich so viel Gutes, dass der FC relativ unbeschwert, weil mit sieben Punkten Vorsprung in dieses Top-Spiel gehen kann. Anfang: "Wir sind auf einem richtig guten Weg."

Jorge Meré wird nach Adduktorenproblemen wohl ebenso wieder mit von der Partie sein wie Christian Clemens, den nach der Partie in Duisburg Oberschenkelprobleme plagten.

Frank Lußem