Herthas Not auf der Sechs

Sorgen um Grujic

Marko Grujic

Musste die Trainingseinheit vorzeitig abbrechen: Marko Grujic. imago

"Der Platz ist sehr hart. Marko ist im Rasen hängengeblieben und etwas umgeknickt", sagte Trainer Pal Dardai. "Eine Diagnose haben wir aber noch nicht." Die serbische Leihgabe des FC Liverpool war in dieser Saison bereits zweimal wegen Bänderverletzungen am Sprunggelenk ausgefallen.

Im September hatte Patrick Herrmann bei Herthas wohl bestem Saison-Heimspiel, dem 4:2 gegen Borussia Mönchengladbach, Grujic für zwei Monate in den Krankenstand getreten (Bänder-und Kapselriss im rechten Sprunggelenk). Im Dezember hatte Vladimir Darida in einem Trainingszweikampf das rechte Sprunggelenk von Grujic lädiert und für dessen vorzeitiges Hinrunden-Aus gesorgt.

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Ein neuerlicher Ausfall des U-20-Weltmeisters von 2015 käme zur Unzeit. Mit Arne Maier, Vladimir Darida und Fabian Lustenberger fehlen aktuell bereits drei zentrale Mittelfeldspieler verletzt, zudem ist Zehner Ondrej Duda für das Spiel bei der TSG Hoffenheim am Sonntag nach der 5. Gelben Karte gesperrt. "Ich weiß gar nicht, wer Sechser sein soll", sagte Dardai. "Wir haben langsam keine Spieler mehr."

Mittelstädt oder Lazaro als Alternative

Mit dem norwegischen Routinier Per Skjelbred ist derzeit nur ein etatmäßiger Sechser gesund. "Sollte es für Marko nicht reichen, muss ich vielleicht Maximilian Mittelstädt oder Valentino Lazaro auf die Sechs stellen", erklärte Dardai am Dienstag - und blieb ausdrücklich bei seiner am Sonntag, dem Tag nach dem ernüchternden 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf, geübten Medienschelte, die viele als überzogen und deutlich zu pauschal empfanden. "Das war sehr intelligent", bekräftige Dardai am Dienstag. "Jeder Satz, den ich gesagt habe, ist so." Frustration wies er auch nach vier Niederlagen in Serie und einer aufkommenden Debatte um ihn und seine Perspektive von sich: "Meine Laune ist top."

Steffen Rohr