Freiburg erwartet drei Top-Gegner - Streich "nicht nervös"

Nur 19 Mann - keine Rückkehrer aus dem SC-Krankenstand

Nils Petersen

Muss weiter warten: Freiburgs verletzter Torjäger Nils Petersen. imago

Für Roland Sallai und Florian Kath ist es ein großer Schritt, von der Einsatzfähigkeit ist das Duo dennoch noch weit entfernt. Zu Wochenbeginn durften die Außenbahnspieler, die sich jeweils einer Leisten-OP unterziehen mussten, wieder auf den Trainingsplatz. Mit Physiotherapeut Uwe Vetter absolvierten die beiden ein individuelles Programm am Rande des Mannschaftstrainings.

Das ist auch weiterhin kein Thema für Torjäger Nils Petersen (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Lukas Kübler (Reha nach Sprunggelenk-OP), Tim Kleindienst (Reha nach Meniskus-OP) und Ersatz-Keeper Mark Flekken (Adduktorenprobleme). Länger als gedacht fehlen zudem die beiden Innenverteidiger Manuel Gulde und Philipp Lienhart. Gulde spürte nach seinem zwölfminütigen Kurzeinsatz gegen die Bayern (1:1) wieder Schmerzen und musste infolge seines am 20. Spieltag erlittenen Muskelfaserrisses zurück in den Rehastatus. Bei Lienhart dauert die Pause seit dem 9. März an, als er gegen Hertha BSC (2:1) eine Gehirnerschütterung erlitten hat. Der Österreicher berichtete laut Streich immer mal wieder von Schwindelgefühlen und konnte bisher noch nicht ins Training zurückkehren.

Spielersteckbrief Gulde
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Streich Christian

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Beim Gastspiel am Samstag in Bremen, das sich unbedingt noch für den Europacup, qualifizieren will, dürfen also wohl die 14 in Mainz eingesetzten Profis versuchen, das 0:5-Debakel vergessen zu machen. Ausnahme: Nicolas Höfler wird wegen der fünften Gelben Karte gesperrt fehlen. Verfügbare Alternativen sind lediglich die bei den Nullfünfern nicht eingesetzten Reservisten Jerome Gondorf, Marco Terrazzino, Chima Okoroji und Constantin Frommann (etatmäßige Nummer 3) sowie die beim 2:0 der U23 gegen Elversberg jeweils 90 Minuten eingesetzten Nico Schlotterbeck und Brandon Borrello.

Elf Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang

Der 18er Kader formiert sich derzeit also fast von alleine und nach dem Spiel bei Werder warten mit Dortmund zu Hause und Leipzig auswärts zwei weitere Brocken auf den SC. Streich sieht dennoch keinen Anlass zu großer Sorge. "Ich würde nervös werden, wenn wir keine Struktur und keine Mentalität hätten. Das ist aber nicht so. Deshalb bin ich nicht nervös", sagte der Trainer nach der Abreibung in Mainz.

Zur Gelassenheit trägt auch der weiterhin vorhandene Vorsprung von elf Punkten auf den Relegationsrang bei. Nichtsdestotrotz haben die SC-Profis in Bremen einiges gut zu machen. Deshalb wird es wahrscheinlich auch trotz wohl nur 19 einsatzfähiger Akteure Änderungen in der Startelf geben - personelle und taktische.

Carsten Schröter-Lorenz