Weiterhin bedrohter FC Augsburg misst sich mit Hoffenheim

Strahlemann Stafylidis und Baums Bauchgefühl Richtung "Gregerl"

Manuel Baum

Hat Hoffenheim im Blick und Leipzig hinter sich gelassen: Augsburgs Coach Manuel Baum. imago

Aufregung während der 90 Pokal-Minuten gegen Leipzig ( 1:2 n.V. ), Rudelbildungen und Dispute weit nach Schlusspfiff - vor allem zwischen RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff und FCA-Manager Stefan Reuter . Am Dienstagabend war richtig viel los.

Doch das Aus ist verarbeitet, genauso das enttäuschende 0:3 in Nürnberg. Das hat Augsburgs Trainer Baum am Freitagabend versichert und den Blick aufs anstehende, schwere Heimspiel gegen die noch auf Europa hoffende TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gerichtet. Seine Aussage dazu: "Wir waren traurig, dass wir am Dienstag ausgeschieden sind. Aber wir können zufrieden sein mit der Leistung. Jeder hat gesehen, dass wir unbedingt weiterkommen wollten. Das war ein schönes Erlebnis für uns, auch wenn das Ende nicht schön war. Das Halbfinale war ein Traum von uns, doch das ist jetzt abgehakt. Wir haben drüber geredet, es gab eine kurze Nachbesprechung, doch das interessiert nicht mehr."

Stafylidis: "Es war verdammt hart"

Auch Schützling und Abwehrmann Stafylidis, der sich während der Pressekonferenz gut gelaunt präsentierte und immer wieder ein Lächeln aufsetzte, hat Leipzig aus seinem Kopf verbannt und wieder den Abstiegskampf einziehen lassen - schließlich rangiert sein Team mit 25 Punkten auf dem viertletzten Platz (fünf Zähler vor Stuttgart). "Wir wollen am Sonntag gewinnen, das ist klar. Wir brauchen Punkte, das ist alles, was momentan zählt!", so der 24-malige griechische Nationalspieler. "Es war verdammt hart, dass wir im Pokal ausgeschieden sind. Doch jetzt müssen wir Sonntag ordentlich Gas geben und dann punkten."

Baum und das Gefühl

Ein Mann, der sicherlich hochmotiviert sein wird im Duell mit Hoffenheim, ist Offensivmann Gregoritsch. Schließlich war es der Österreicher (elf Länderspiele), der in der Nachspielzeit gegen Leipzig die Hand hochriss und mit seinem Blackout dafür sorgte, dass RB letztlich weiterkam. "Wie kann man so einen dummen Fehler machen?", hatte der Angreifer selbst im Anschluss gesagt.

Manuel Baum und Michael Gregoritsch

Im Gespräch: Manuel Baum und Michael Gregoritsch. imago

Sein Trainer jedenfalls ist seinem Schützling nicht nachtragend, glaubt vielmehr an eine starke Reaktion: "Es ist auf jeden Fall bei solchen Themen jeder unterschiedlich, der eine will drüber reden, der andere nicht. Man muss dann einfach jeden nehmen, wie er ist. Und das gelingt uns - denke ich - ganz gut. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass 'Gregerl' besonders motiviert ins Spiel gehen und eine gute Leistung bringen wird - und er vielleicht selber das Gefühl hat, etwas zurückgeben zu wollen. Er macht zumindest den Eindruck, dass das Thema durch ist. Das ist auch mein Bauchgefühl."

Baum und "das Schöne am Fußball"

Sorgen um den Energietank nach den intensiven 120 Minuten unter der Woche macht sich Baum ebenfalls nicht: "Es kann aber natürlich sein, dass ein Spieler ein wenig müde ist. Doch darauf wird individuell geschaut - und die Woche allgemein eben anders gestaltet als wenn man Samstag-Samstag spielen müsste." Er habe außerdem "einiges gelernt in meiner Zeit als Cheftrainer. Zum Beispiel das Thema Training. Wenn du eine gute Woche hattest, heißt das nicht, dass man am Wochenende gut spielt. Genauso bedeutet es nicht, wenn man eine englische Woche in den Knochen hat, dann beim nächsten Spiel in ein Loch fällt. Das ist ja auch das Schöne am Fußball, sonst wäre er ja viel zu berechenbar."

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