Freiburg: Kleindienst verlängert seinen Vertrag

Zehnter Anlauf in Mainz - Höler und Co. haben "etwas gutzumachen"

Lucas Höler

Hat mit dem SC Freiburg etwas gutzumachen: Lucas Höler. imago

"Mainz hat damals mit einer Raute gespielt und uns vor einige Probleme gestellt. Unsere Taktik ist so gar nicht aufgegangen, wir lagen schnell 0:2 hinten. Dann haben wir umgestellt, uns Chancen erarbeitet und den Anschlusstreffer gemacht. Ein weiterer blöder Fehler hat uns letztlich aber um den Lohn gebracht und uns das Spiel verdient 1:3 verlieren lassen", erinnert sich Lucas Höler, der jüngst zum zweiten Mal gegen die Bayern in dieser Saison traf, in einem Interview auf der SC-Homepage an das Hinspiel.

Insgesamt liest sich die Bilanz gegen die Mainzer aus Sicht der Breisgauer nicht gerade erfreulich. 19 Duelle gab es bisher in der Bundesliga, elf gewannen die Nullfünfer, vier endeten Remis. Die vier Siege fuhr der SC allesamt zu Hause ein, in Mainz sprangen bei neun Versuchen nur drei Punkteteilungen heraus. Besonders die letzte Niederlage in Rheinhessen (0:2) mit dem kuriosen Halbzeit-Elfmeter nach umstrittenem VAR-Eingriff ist vielen noch in Erinnerung.

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Hölers Wiedersehen mit einem alten Bekannten

"Umso mehr wollen wir diesmal beweisen, dass wir sowohl gegen als auch in Mainz etwas holen können. Wir haben etwas gutzumachen", betont Höler, der von 2014 bis 2016 für die U23 der Nullfünfer in der 3. Liga aktiv war. In dieser Zeit habe er unter dem jetzigen Profi-Coach Sandro Schwarz "sehr viel gelernt". Die Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit: "Wir haben noch Kontakt, er ist ein guter Junge und ein extrem fleißiger Spieler", sagte Schwarz am Donnerstag: "Wir müssen aber nicht nur Luci Höler mit seinen Qualitäten verteidigen, sondern komplett im Verbund gut verteidigen. Freiburg hat eine sehr gute Qualität was Flankengenauigkeit angeht mit Günter und Stenzel auf den Seiten."

Wir sind gerade sehr gut drauf, können relativ befreit aufspielen und haben nicht mehr den ganz großen Druck.

Lucas Höler

Unter anderem dieses Element möchte der SC wieder gewinnbringend zum Tragen bringen und allgemein seine gute Form mit fünf Punkten aus den drei Partien gegen Hertha, Gladbach und die Bayern bestätigen. Höler: "Wir sind gerade sehr gut drauf, können relativ befreit aufspielen und haben nicht mehr den ganz großen Druck. Das nehme ich mal als gutes Omen."

SC bindet Kleindienst langfristig

Wie zuletzt bleibt Tim Kleindienst bei dieser Mission nur die Zuschauerrolle. Der Angreifer kam diese Saison nur auf vier Einsätze, ist von enormem Verletzungspech gebeutelt. Erst bremsten ihn Rückenprobleme, dann eine Sprunggelenkverletzung und aktuell befindet er sich nach einer Meniskus-OP in der Reha. Dennoch gab der SC – wie üblich ohne Angabe zur Laufzeit - am Mittwoch die langfristige Vertragsverlängerung mit dem kopfballstarken 1,94-Meter-Mann bekannt.

Er ist ein Spieler, in dem noch viel Potenzial schlummert.

Sportdirektor Klemens Hartenbach

"Er ist ein Spieler, in dem noch viel Potenzial schlummert", erklärt Sportdirektor Klemens Hartenbach: "Leider konnte er dieses auch aufgrund längerer Verletzungsphasen noch nicht gänzlich ausschöpfen. Gemeinsam dorthin zu kommen, ist unser Ziel."

Kleindienst, der bis zum Vorbereitungsstart wieder fit sein will, zeigt sich naturgemäß erfreut über die Einigung: "Ich bin dankbar und glücklich darüber, dass der Verein langfristig auf mich setzt. Gerade in der aktuellen Situation gibt mir dieses entgegengebrachte Vertrauen das Gefühl, dass es sich jeden Tag lohnt, Gas zu geben." Das werden seine Kollegen auch in Mainz am Freitagabend tun, um dort endlich den ersten Sieg zu landen.

Carsten Schröter-Lorenz