St. Pauli bleibt zum dritten Mal in Folge torlos

Kauczinski trotz Dämpfer: "Schritt nach vorne"

Markus Kauczinski

Applaus trotz Rückschlag: St. Paulis Trainer Markus Kauczinski sah das Remis gegen Duisburg positiv. imago

"In den letzten zwei Spielen haben wir zwei herbe Klatschen kassiert", erinnerte Daniel Buballa an die Niederlagen im Derby gegen den Hamburger SV und beim SV Sandhausen (jeweils 0:4) vor der Länderspielpause. "Dafür, da muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen, haben wir ein super Spiel hingelegt", lobte der Linksverteidiger. "Wir hatten die Chancen, das Spiel zu gewinnen." Nach den deutlich Pleiten zuletzt, so Buballa, müsse man mit dem Punkt zufrieden sein.

Auch sein Trainer beschied seiner Mannschaft eine gute Leistung. "Es war ein Schritt nach vorne", zog Kauczinski ein positives Fazit. "Wir haben gut gekämpft, gut gespielt und hatte viele Chancen. Am Ende hat das letzte Bisschen gefehlt. Nach den beiden Niederlagen hat es aber gutgetan, so zu spielen - leider hat das Tor gefehlt." Nach der Pause entwickelten die Kiezkicker zwar mehr Zug zum Tor, agierten offensiv aber insgesamt nicht zwingend genug. So blieb St. Pauli im dritten Spiel in Folge ohne Sieg und Treffer. "Wir hatten eine schwere Phase, die uns schon zu schaffen gemacht hat", gab Kauczinski zu. "Ich denke aber, man hat heute gesehen, dass wir Fußball spielen können und kämpfen wollen."

Kauczinski zum Aufstiegsrennen: "Alles ist offen"

Spielbericht

Alex Meier hatte ebenfalls "auf jeden Fall eine Steigerung zu den letzten Spielen" gesehen. "Wir haben die Chancen leider nicht reingemacht. Wenn man kein Tor schießt, kann man auch nicht gewinnen", konstatierte der "Fußballgott", schob aber nach: "An der Leidenschaft und der Einstellung kann man heute nichts aussetzen." Durch den nächsten Rückschlag droht St. Pauli im Aufstiegsrennen jedoch weiter an Boden gegenüber Köln, Hamburg und Union zu verlieren. Kauczinski wollte von einer Vorentscheidung aber nichts wissen. "Wir haben nichts zu verlieren", so der 49-Jährige. "Die anderen haben ein schweres Restprogramm und müssen auch erst einmal gewinnen - deswegen ist alles offen."

jly