Favoritenduell zum Auftakt der Gruppe G in der EM-Qualifikation

Österreichs Bundesliga-Auswahl vs. Polens 75-Tore-Sturm

Arkadiusz Milik (links) und Krzysztof Piatek

Platz neben Lewandowski: Spielt Arkadiusz Milik (links) oder Krzysztof Piatek oder beide? imago

Mit den damaligen Turnierkadern haben die heutigen Teams nicht mehr viel zu tun. Lediglich drei Spieler sind damals wie heute für die Auswahl ihres Landes berufen worden: Sebastian Prödl für Österreich sowie Lukasz Fabianski und Michal Pazdan für Polen. Die damaligen Youngster gelten heute als Routiniers zweier Mannschaften, die sich sportlich in den vergangenen Jahren weiterentwickeln konnten.

Beide Nationen konnten in jüngster Vergangenheit Erfolge verbuchen

Österreich qualifizierte sich 2016 zum ersten Mal überhaupt sportlich für die Endrunde einer Europameisterschaft. Nach 32 Jahren gelang der Alpenrepublik im vergangenen Jahr zudem mal wieder ein Sieg gegen Deutschland .

Trainersteckbrief Foda

Foda Franco

Österreich

Deutschland

Trainersteckbrief
Spielersteckbrief Lewandowski
9

Lewandowski Robert

Bayern München

Polen

Spielerprofil
Spielersteckbrief Milik
99

Milik Arkadiusz

SSC Neapel

Polen

Spielerprofil
Spielersteckbrief Piatek
9

Piatek Krzysztof

AC Mailand

Polen

Spielerprofil

Polen erreichte bei der EM 2016 in Frankreich erstmalig in der Geschichte das Viertelfinale des Turniers. Gegen den späteren Sieger Portugal schieden sie erst nach Elfmeterschießen aus. Durch den Gruppensieg bei der Qualifikation zur WM 2018 erreichte Polen nach zwölf Jahren mal wieder die Endrunde.

16 Bundesligaspieler im Einsatz

Toptorschütze der beiden vergangenen Qualifikationsturniere? Robert Lewandowski mit insgesamt 29 Toren aus 20 Spielen. Der Pole gilt als absoluter Starspieler und Aushängeschild. Neben dem Düsseldorfer Marcin Kaminski ist Lewandowski der einzige Legionär aus der Bundesliga.

Bei den Österreichern sieht das schon anders aus. Angeführt von Lewandowski-Kollege David Alaba umfasst der Kader ein Tross von 14 Bundesliga-Legionären. Der Hoffenheimer Stefan Posch ist die neueste Berufung von Nationaltrainer Franco Foda, auch Düsseldorfs Kevin Stöger wurde nachberufen.

Offensivtrio kommt auf 75 Saisontore

Foda sieht sein Team gegenüber der "APA Aus" eher in der Außenseiterrolle: "Die Polen sind Favorit, doch der Favorit muss nicht immer gewinnen. Wir müssen uns nicht kleiner machen, als wir sind." Beim Blick auf die restlichen Gegner Israel, Nordmazedonien und Slowenien gibt Foda die Marschroute vor: "Unser klares Ziel ist es, in der Quali Erster oder Zweiter zu werden."

Auf dem Platz komme es darauf an, die Offensivqualitäten der Polen nicht zur Geltung kommen zu lassen, wie Foda sagte: "Wir kennen die Stärken der Polen. Es ist wichtig, ihre Angriffswucht in den Griff zu bekommen." Und diese Wucht lässt sich sehen - Lewandowski, Milan-Neuzugang Krzysztof Piatek und Neapels Arkadiusz Milik kommen bei ihren Vereinen in dieser Saison zusammen bereits auf 75 Pflichtspieltreffer.

Ob die drei Stürmer mit eingebautem Torriecher gemeinsam auflaufen werden, ließ Nationaltrainer Jerzy Brzeczek gegenüber polnischen Medien offen: "Ich ziehe diese Variante in Betracht, die Herausforderung wird sein, die Vereinsform auch in der Nationalauswahl zu bestätigen."

kon