Dortmunder Däne zieht kleine Bilanz

Delaney über Reus: "Man kann ihn nicht ersetzen"

Thomas Delaney

Kennt die Qualitäten eines Marco Reus: Thomas Delaney. imago

Ein echter "Leader" sei Reus, "technisch und taktisch", lobte Delaney den BVB-Angreifer in einem Interview bei Eurosport: "Man kann ihn nicht ersetzen. Wenn er da ist, dann haben wir einen klaren Weg vor uns, weil wir wissen, dass er uns führt." Reus' Bedeutung für den BVB sei aber auch gefährlich, da sie sowohl "gut" als auch "schlecht" sei, ähnlich wie bei Lionel Messi und dem FC Barcelona. "Wenn Messi fehlt, dann hat der FC Barcelona auch ein Problem."

Delaney steht mit dieser Meinung nicht alleine da, auch Matthias Sammer sieht das ähnlich. "In der aktuellen Struktur von Borussia Dortmund, wenn sie diesen Spielertypus im offensiven Bereich verlieren, haben sie keinen spielerischen Ersatz. Er ist zudem Kapitän und hat in seiner Persönlichkeit eine Entwicklung genommen, die man ihm gar nicht zugetraut hätte. Deshalb ist er für diese Mannschaft elementar wichtig."

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Bundesliga - 34. Spieltag
34. Spieltag

Dortmunder Saisonverlauf kam unerwartet

Umso besser also, wenn Reus einsatzbereit ist. Ob der 29-Jährige nach seinem Muskelfaserriss sein Comeback schon am kommenden Freitag (LIVE! ab 20.30 Uhr bei kicker.de) wird geben können, ist noch fraglich. "Wir müssen vernünftig sein", mahnt Coach Lucien Favre, der auf keinen Fall eine neuerliche Verletzung seines Angreifers wird riskieren wollen. Mit oder ohne Reus: In Augsburg wird der BVB drei Punkte mitnehmen wollen, um den nächsten Schritt in Richtung Meisterschaft machen zu können.

Die Meisterschale am Saisonende am Borisgplatz in die Luft strecken zu können, dürfte wohl der Traum vieler Dortmunder sein - doch Delaney ist auch für den Fall, dass es nicht klappt, mit dem Saisonverlauf zufrieden. "Wir haben es dieses Jahr gut gemacht, keiner im Verein hat das erwartet", sagte der 26-Jährige und gab sich durchaus selbstbewusst: "Es muss immer das Ziel von Dortmund sein, um die Spitze mitzuspielen."

Es muss immer das Ziel von Dortmund sein, um die Spitze mitzuspielen.

Thomas Delaney

Dass die Erwartungshaltung in Dortmund eine andere ist als bei seinen ehemaligen Klubs, macht Delaney übrigens nichts aus, das Gegenteil ist sogar der Fall: "Es gefällt mir, hier mit Druck und Erwartungen umzugehen. Es ist ein anderes Niveau als in Bremen und Kopenhagen. Die Mitspieler sind top."

Einer davon ist Axel Witsel, der sich mit Delaney gut ergänzt. "Wir sind unterschiedliche Spielertypen, aber wir können ähnliche Dinge. Axel ist mehr wie Marco Reus - ein Leader mit dem Ball. Ich bin mehr der Leader, der pusht, redet und grätscht", verrät der Däne, der eine Sache bedingungslos von sich selbst einfordert: "Es kommt vor, dass ich schlechte Spiele abliefere. Aber eines muss da sein und das ist Mentalität. Das ist das Mindeste, was ich von mir selbst erwarte."

drm

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