Bochum: Vierte Niederlage in Folge

Dutt: "Es hat wirklich nichts funktioniert"

Robin Dutt

Seit Februar 2018 Trainer beim VfL Bochum: Robin Dutt. imago

Im Heimspiel gegen Kiel stand Bochum schon früh unter Druck. Dem Schwung und Spielwitz der Störche hatte der von Dutt auf sechs Positionen veränderte Revierklub wenig entgegenzusetzen . Nach 30 Minuten brachte Alexander Mühling die Gäste verdient in Führung, keine zwei Minuten später bestrafte Janni Serra per Elfmeter einen Blackout von Tim Hoogland, der im eigenen Strafraum ein fahrlässiges Foul begangen hatte. "Wir wollten heute einen Schritt nach vorne machen, das Gegenteil ist passiert. Wir haben einen weiteren Schritt nach hinten gemacht. Es hat wirklich nichts funktioniert: Meine Umstellungen in der Grundordnung haben nicht funktioniert, meine Umstellungen in der Aufstellung haben nicht funktioniert. Und die Aktionen auf dem Platz haben auch nicht funktioniert", gab sich Dutt auf der Vereinswebsite selbstkritisch. Auch im zweiten Durchgang hatte sein Team Mühe. Simon Zollers Tor in der Schlussphase beschönigte nur noch das Ergebnis.

"Wir müssen in den Zweikämpfen griffiger sein"

Noch vor der Pause erhöhte Masaya Okugawa für Kiel auf 3:0, was den Hausherren ein gellendes Pfeifkonzert beim Gang in die Kabine einbrachte. "Das Spiel heute war eine Katastrophe. Der Halbzeitstand von 0:3 sagt alles aus", sagte Patrick Fabian, der zur Pause ins Spiel gekommen war. "Wir müssen in den Zweikämpfen griffiger sein, individuelle Fehler abstellen, im Passspiel besser sein, konsequenter zum Tor spielen und unser eigenes Tor viel besser verteidigen", zählte der Verteidiger auf. "Ich denke, dass der Kopf auch eine große Rolle spielt. Wir haben jetzt vier Spiele in Folge verloren und sollten uns bewusst sein, dass mit jedem Spiel, in dem man nicht punktet, die Situation nicht einfacher wird."

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Dutt: "Ich bin so lange im Geschäft..."

"Wir sind jetzt sicherlich in einer noch schwierigeren Situation, die wir wirklich nicht unterschätzen sollten", betonte auch Dutt. Trotz elf Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone sprach er davon, "durchaus den Blick nach unten" richten zu wollen. Trotz der indiskutablen Leistung wollte Dutt aber keine öffentliche Kritik üben. "Ich bin so lange im Geschäft dabei: Das allerletzte, was jetzt irgendwer brauchen kann, ist eine öffentliche Schelte vom Trainer, die auf Basis irgendwelcher Spekulationen ist. Ich denke, wir müssen versuchen, es gemeinsam zu lösen. Der Trainer muss da vorangehen."

pau