Hannover: Anton bleibt Kapitän - Esser im Tor

Doll: "Die Jungs brauchen klare Ansagen"

Thomas Doll

Der neue Hannover-Coach Thomas Doll feiert am Freitag gegen Leipzig sein Debüt auf der 96-Bank. picture alliance

Viel Zeit hat er nicht. Lediglich fünf Tage blieben und bleiben Thomas Doll vor dem Heimspiel von Hannover 96 am Freitagabend gegen RB Leipzig (20.30 Uhr), um seine neue Mannschaft intensiv kennenzulernen. "Ja, die Zeit ist knapp, aber ich bin gut aufgenommen worden", freut sich der Nachfolger von Andre Breitenreiter, der am Sonntag freigestellt wurde. Und eines steht für den neuen Chefcoach fest: "Die Jungs glauben wieder an sich und haben richtig Lust darauf, den Bock umzustoßen. Das spürt man in den Gesprächen und auf dem Trainingsplatz."

Bleibt für die Verantwortlichen von 96 zu hoffen, dass Doll von seinem Gespür nicht im Stich gelassen wird, denn der Tabellenvorletzte muss im Abstiegskampf dringend punkten. Elf Zähler haben die Niedersachsen erst auf dem Konto (zwei Siege, fünf Remis) – viel zu wenig nach 19 Spielen. Doll: "Die Spieler haben jetzt genug auf die Tabelle geguckt. Das macht keinen Spaß. Wir wollen wieder ein Erfolgserlebnis bekommen."

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Ob sich der Erfolg schon gegen Leipzig einstellt, darf zumindest bezweifelt werden. RB hat sich am Sonntag mit dem 4:0-Sieg in Düsseldorf mächtig Selbstvertrauen geholt. "Leipzig ist klarer Favorit und hat eine Mannschaft, die wuchtig ist und schnelle Spieler hat. Dagegen müssen wir Mittel finden. Wir müssen mehr Power auf den Platz bekommen", sagt der 52-Jährige, für den "Leidenschaft und Aggressivität" auf dem Spielfeld Grundvoraussetzungen sind, um in die Erfolgsspur zu finden. "Wir dürfen uns nicht kleiner machen als wir sind und bereiten uns so vor, dass wir daran glauben, Spiele auch gewinnen zu können."

Teambuilding-Maßnahmen oder ähnliches sind dafür nicht nötig, meint der ehemalige Profi. Sondern: "Die Jungs brauchen klare Ansagen". Mit welchem System der neue Coach erfolgreich sein will und welche Spieler am Freitag zum Einsatz kommen, ist noch offen.

Anton behält Kapitänsbinde - Esser weiter Nummer eins

Klar ist aber: Waldemar Anton bleibt Mannschaftskapitän. "Es gibt gar keinen Grund, das zu ändern. Waldi lebt diesen Verein. Er ist der jüngste Kapitän der Bundesliga und wird in seiner Funktion wachsen." Auch im Tor wird es keine Veränderungen geben: Michael Esser bleibt die Nummer eins.

Gunnar Meggers

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