Unterhaching wartet seit fünf Partien auf einen Sieg

Menig: "Das war ein schönes Ding"

Florian Menig

Sein zweites Tor im 48. Drittligaspiel war besonders schön: Münsters Florian Menig. imago

Als Abwehrspieler ist Münsters Menig für die Verhinderung von Toren, nicht für das Erzielen verantwortlich. Dies schlägt sich auch in seiner Statistik nieder, vor dem Match bei der SpVgg schlug der 24-Jährige in 47 Drittligapartien exakt ein einziges Mal zu.

In Unterhaching gelang ihm nun sein zweiter Streich - und es war ein wunderschönes Tor. Nachdem die Hachinger Abwehr in der 79. Minute einen Freistoß der Preußen aus dem Halbfeld nicht weit genug aus der Gefahrenzone befördern konnte, fasste sich Menig an der Strafraumgrenze ein Herz. Mit rechts volley jagte er den Ball ins rechte Toreck, Unterhachings Keeper Lukas Königshofer war ohne Abwehrchance. "Den habe ich super erwischt. War ein schönes Ding!", sagte Menig nach der Partie gegenüber "Telekom Sport".

"Über den Ausgleich freuen wir uns richtig, weil es unglaublich schwer ist, hier was zu holen", zollte auch SCP-Coach Marco Antwerpen seinem Team Lob. Dabei lud die SpVgg allerdings zu Beginn die Gäste sogar zum Toreschießen ein, doch Torjäger Rufat Dadashov zielte in der 5. Minute knapp links vorbei und scheiterte 120 Sekunden später am Aluminium. "Wir waren gut drin, können das 1:0 machen", sagte Antwerpen. Stattdessen waren es dann die Oberbayern, die nach einem Standard in der 10. Minute durch Mittelstürmer Stephan Hain in Führung gingen. "Dann geht Haching in Führung und wir hatten nicht mehr die richtigen Lösungen", sagte Antwerpen. Nur mit Glück rettete sich Münster mit dem 0:1 in die Pause, Marseiler (42.) und insbesondere Kiomourtzoglou (29., 45.+1) ließen eine mögliche höhere Führung für Haching liegen.

Schromm: "Wir versäumen es einfach, den Sack zuzumachen"

Nach der Pause legte Münster dann aber eine Schippe drauf. "In der zweiten Halbzeit haben wir uns das Unentschieden aber verdient", sagte Menig. Fast wäre es sogar noch mehr geworden, doch SpVgg-Keeper Königshofer verhinderte in der Nachspielzeit gegen René Klingenburg einen zweiten Treffer der Preußen.

Die SpVgg, die nun schon seit fünf Ligaspielen auf einen Dreier wartet, trauerte den Chancen der ersten 45 Minuten hinterher. Zwar begann die Partie mit einer Großchance für den Gegner, gestand SpVgg-Coach Claus Schromm ein, "doch ab diesem Zeitpunkt haben wir die Partie sehr, sehr gut im Griff". Allerdings verpasste es seine Elf bei der Drangphase in der Viertelstunde vor der Pause, das wohl vorentscheidende zweite Tor nachzulegen. "Wir versäumen es einfach, den Sack zuzumachen, bei dem Tempo im Spiel wäre bei einem zweiten Tor der Deckel drauf gewesen", mutmaßte Schromm.

jer