Schafft der ungeschlagene FCH den ersten Sieg?

Heidenheims knifflige Aufgabe in Dresden

Frank Schmidt

Der jüngste Auftritt in Dresden endete nicht gut für den 1. FC Heidenheim und Trainer Frank Schmidt. imago

Dynamo erlitt mit dem Erstrunden-Aus im Pokal einen harten Dämpfer und beurlaubte daraufhin Trainer Uwe Neuhaus. Mit Cristian Fiel präsentierten die Sachsen eine Interimslösung. "Für uns ist es schwierig einzuschätzen, wie Dresden das Spiel angehen wird. Es ist schon überraschend, dass so schnell ein neuer Trainerkollege auf der Bank sitzt", meint Schmidt, der damit rechnet, dass die SGD statt Dreier- bzw. Fünferkette wieder aufs gewohnte 4-3-3 umstellen wird. Grundsätzlich aber seien er und sein Team gut beraten, sich auf den eigenen Plan zu konzentrieren. "Wir können gar nicht groß auf Szenarien des Gegners eingehen, weil wir es einfach nicht wissen", betont der 44-Jährige.

Etwas kurios angesichts der Nachrichten aus der Elbstadt ist die Tabellensituation: Hier steht Dynamo (9.) über dem FCH (13.). Und der SGD gelang schon etwas, auf das die Heidenheimer noch warten - nämlich ein Sieg. Wo gibt es also Verbessrungsbedarf?

"Müssen wie Männer verteidigen"

Schmidt erklärt, er habe zuletzt immer wieder Situationen gesehen, in denen seine Spieler "nicht ganz fokussiert" agiert hätten. "Das müssen wir abstellen, konzentriert weiter agieren, wenn der Gegner in unsere Richtung geht", fordert Schmidt und erinnert auch an die jüngste Niederlage in Dresden (2:3 am 9. März): "Dieses Mal müssen wir einfach wie Männer verteidigen, bei Ballverlust viel schneller die Räume schließen, viel schneller in den Zweikampf kommen - und jetzt gegen die Dresdner, die eine Reaktion zeigen wollen und wo die Zuschauer extra angestachelt sind, in jedem Zweikampf zu 100 Prozent dagegenhalten."

Fokus nicht nur auf Koné

Besonders gewarnt sein dürften die Heidenheimer freilich vor Moussa Koné, der im März alle drei Dynamo-Treffer erzielt hatte. Doch Schmidt will keinen Spieler hervorheben: "Dresden ist für mich die Mannschaft mit dem im Schnitt höchsten Maximaltempo, alles schnelle Spieler. Wir müssen letztendlich jeden Spieler genau analysieren, um zu wissen, was auf den jeweiligen Positionen auf uns zukommt."

Verzichten muss der Coach auf Mathias Wittek (Knieverletzung), der frühestens nach der Länderspielpause wieder eine Option sein wird. Fraglich ist ein Einsatz von Niklas Dorsch (Entzündung in der Ferse), für ihn stünde Robert Andrich parat.

cfl

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