Soll der Brite etwa heute nochmal spielen?

Matchbeginn nach Mitternacht: Murray weint und wundert sich

Andy Murray

Tränen nach dem Krimi: Andy Murray. Getty Images

Waren es jetzt Freudentränen, Tränen der Erleichterung oder vielleicht doch Tränen vor Schmerzen? "Mein Körper fühlt sich gerade nicht wirklich gut an", gab Andy Murray heute immerhin zu. Heute, das ist sowohl nach deutscher als auch nach amerikanischer Zeit gemeint.

Als sein Achtelfinale bei den Citi Open in Washington D.C. anfing, war sogar vor Ort bereits der Freitag angebrochen. Im Drei-Satz-Krimi entschied Murray nach drei Stunden den entscheidenden Tie-Break für sich, schüttelte dem Verlierer Copil noch die Hand, setzte sich auf seine Bank und weinte dann hemmungslos in sein Handtuch.

Nach über einem Jahr Pause wegen seiner Hüftverletzung, die sogar operiert werden musste, kämpft sich der Schotte gerade eindrucksvoll zurück. Der dreimalige Grand-Slam-Champion ist aufgrund seiner Auszeit als Nummer 832 der Weltrangliste in das Turnier gegangen, bis zu den US Open Ende August will er wieder vollkommen fit sein.

Erst mal aber steht das Viertelfinale gegen den Australier Alex de Minaur an - am heutigen Freitag. Doch da ist sich Murray noch nicht so sicher. Nicht zu spielen, meint er, "ist eine Option. Ich weiß nicht, wie sich Spieler in dieser kurzen Zeit erholen sollen. Ein Match um 3 Uhr morgens zu beenden, ist für niemanden gut - nicht für Spieler, nicht für das Fernsehen, nicht für die Fans, für niemanden."

mkr