Menig-Rot: Preußen-Kader dünnt weiter aus

Test: Münster unterliegt in Unterzahl deutlich

Preußen Münster

Frühe Rote Karte: Ohne Fabian Menig war der SCP in Unterzahl ohne Chance. imago

"Unter Wert geschlagen", lässt sich auf der vereinseigenen Homepage über Preußen Münster lesen. Denn das auf einzelnen Positionen umgestellte Team von Benno Möhlmann konnte sich von seiner passiven und zaghaften Anfangsphase nicht mehr erholen. In Groningen fand der SCP zunächst überhaupt nicht ins Spiel und geriet nach 15 Minuten bereits mit 0:2 ins Hintertreffen. Und es sollte noch dicker kommen. Nachdem Sebastian Mai für seine Farben verkürzte (22.), flog Menig wegen eines vermeintlichen Handspiels vom Platz - eine Fehlentscheidung, wie sich später alle Beteiligten einig waren. Darüber hinaus gab es Elfmeter, der FCG stellte den alten Abstand wieder her (32.) und gewann mit einem Mann mehr schließlich 4:1.

Dreifachbestrafung droht

"Wir haben hier so hoch verloren, weil wir nicht von Anfang an auf dem Platz waren. Phasenweise haben wir das aber gut gemacht, vor allem im zweiten Durchgang hatten wir einige gute Aktionen", resümierte Möhlmann. Die Szene um Menig könnte aber einen besonders bitteren Nachgeschmack haben, eine Dreifachbestrafung droht. Denn Rote Karten aus Testspielen können auch eine Sperre im Ligabetrieb nach sich ziehen. Etwas, das dem derzeit ohnehin schon dünnen SCP-Kader überhaupt nicht entgegen kommen dürfte. "Natürlich sind unsere Handlungsmöglichkeiten im Moment beschränkt. Aber wir wollen nicht in ein Klagelied übergehen.", formulierte Münsters Sportdirektor Malte Metzelder, der im Winter deswegen nicht aktiv werden möchte, jedoch klar.