DFB-Sportgericht sperrt Verteidiger für eine Partie

Heidenheim muss in Ingolstadt auf Wittek verzichten

Felix Zwayer zeigt Mathias Wittek die Rote Karte

Schiedsrichter Felix Zwayer zeigt Heidenheims Mathias Wittek (re.) in der Partie gegen Kiel die Rote Karte. imago

Es lief die 42. Minute, als Wittek beim spektakulären 3:5 gegen Holstein Kiel seinen Gegenspieler Marvin Ducksch im eigenen Strafraum von den Beinen holte. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied auf Notbremse, zeigte auf den Elfmeterpunkt und Wittek die Rote Karte.

Am Montag wurde der Übeltäter vom DFB-Sportgericht nun für sein Vergehen für ein Spiel gesperrt. Damit wird der 28-Jährige am kommenden Freitag in der Auswärtspartie Heidenheims bei Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt (18.30 Uhr, LIVE! auf kicker.de) fehlen.

Das Fehlen Witteks wiegt schwer. Denn seit seiner Ankunft im Sommer 2011 bestritt Wittek 161 Ligaspiele für die Ostalbstädter. In dieser Saison stand er in acht der zehn Partien über 90 Minuten auf dem Feld, beim 0:2 in Dresden am 9. Spieltag fehlte er wegen einer Gelbsperre.

Trotz der 3:5-Niederlage gegen die Störche konnte Heidenheim aus der Niederlage auch Positives mitnehmen. Zum Beispiel die Tatsache, nach dem Platzverweis in Unterzahl das Ergebnis zunächst noch gedreht zu haben. "Wenn wir das mit in die nächsten Partien nehmen, stimmen auch die Ergebnisse wieder, davon bin ich überzeugt", zeigt sich Keeper Kevin Müller optimistisch.

Dazu muss aber das Abwehrverhalten verbessert werden. Denn mit 20 Gegentoren besitzt Heidenheim die löchrigste Defensive der gesamten 2. Liga. Sich Chancen herauszuarbeiten, ist für die Gegner des FCH derzeit ein Kinderspiel. "Wir müssen uns Stück für Stück da unten wieder rausziehen", fordert Müller. In Ingolstadt zudem auch ohne Innenverteidiger Wittek.

jer/tl