Ex-Fürther glaubt an Einsätze in Hoffenheim

Der große Sprung des Robert Zulj

Robert Zulj

Soll sich in Hoffenheim idealerweise entwickeln wie Kerem Demirbay: Robert Zulj. imago

Aus Windischgarsten berichtet Benni Hofmann

Die Wade sieht mitgenommen aus. Zwei Grätschen haben das Fleisch verbrannt, im Training ist die Wunde mit blauem Tape abgeklebt. Robert Zulj beißt auf die Zähne. Schließlich "gilt es, viel Neues aufzusaugen, täglich zu lernen und sich zu verbessern", sagt der Offensivmann.

Ergo sollte man möglichst wenig verpassen als neuer Spieler der TSG Hoffenheim. Noch dazu, wenn man aus der 2. Liga kommt. Denn, so weiß Zulj: "Hoffenheim gehört zu den Top Drei, Top Vier der Bundesliga. Das sieht man im Training, wo die Qualität sehr hoch ist. Dieses Niveau hatten wir nicht ansatzweise in Fürth."

Viele wirkten überrascht, als Alexander Rosen den ablösefreien Wechsel des 25-Jährigen verkündete. Beim Trainingsstart erklärten die Verantwortlichen, dass man sich bei Zulj eine ähnliche Entwicklung wie bei Kerem Demirbay erhoffe, der es binnen eines Jahres zum A-Nationalspieler schaffte.

Zulj glaubt an sich - Lob von Landsmann Grillitsch

Erste Empfehlungsschreiben kann Zulj, der schon mit einem Bein beim FC Ingolstadt war, in der Heimat aufsetzen, genauer gesagt in seiner Geburtsstadt Wels. Dort testen die Kraichgauer am Samstag (16 Uhr) gegen den CFC Genua. Dass der Sprung ein großer ist, weiß der Österreicher: "Klar werde ich eine gewisse Zeit brauchen, aber ich glaube an mich. Wir werden viele Spiele haben, daher glaube ich, dass ich meine Spielzeit bekomme." Die Mehrfachbelastung fürs internationale Geschäft kann ein Segen für den Neuling sein.

Und sein breites Portfolio. Schließlich verbindet der Ex-Fürther bei 1,89 Metern und 81 Kilogramm eine gewisse Robustheit mit technischen Fertigkeiten und der Fähigkeit zum entscheidenden Pass, wie auch sein Landsmann Florian Grillitsch lobt: "Er kann Bälle sichern, hat ein gutes Auge für den Mitspieler hat und eine gute Orientierung auf dem Feld."

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