Gladbachs Champions-League-Gegner gewinnt Stadtduell klar

Celtic furios: Dembelé-Gala beim 5:1 gegen die Rangers

Moussa Dembelé

Derbyheld 2016: Moussa Dembelé erzielte für Celtic drei Tore und bereitete ein weiteres vor. picture alliance

Die Diskussion um die Bezeichnung "Old Firm", die Sticheleien von Rangers-Neuzugang Joey Barton in Richtung Celtic-Kapitän Scott Brown und Trainer Brendan Rodgers - all das war am Samstagmittag egal. Erstmals seit vier Jahren standen sich die Erzrivalen Celtic und Rangers wieder in der Liga gegenüber. Und der Meister der vergangenen fünf Jahre stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass von einer Rivalität auf Augenhöhe noch längst nicht die Rede sein kann.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase brachte der im Sommer vom FC Fulham gekommene Moussa Dembelé Celtic in Führung, als er nach einer Ecke aus kurzer Distanz zur Führung einköpfte (33.). Der 20-jährige Franzose, nur wegen der Verletzung von Top-Torjäger Leigh Griffiths überhaupt in der Startelf, legte drei Minute vor der Pause mit dem Außenrist nach (42.).

Auch wenn Garner für die Rangers noch vor der Pause wieder verkürzte (44.), den Eindruck, dass der Sieg der "Bhoys" in Gefahr geraten könnte, bekam man nach dem Wechsel nicht. Beim 3:1 durch Scott Sinclair (61.) agierte Dembelé als Vorbereiter, ehe er nach Flanke von Mikael Lustig den Treffer zum 4:1 wieder selbst markierte (83.). Drei Tore in einem Glasgower Stadtduell - das hatte seit 1966 kein Spieler mehr geschafft.

Stuart Armstrong setzte in der Nachspielzeit für Celtic den Schlusspunkt zum 5:1-Erfolg gegen die Rangers, die in der Schlussphase nach Gelb-Rot gegen Neuzugang Philippe Senderos (75.) nur noch zu zehnt agierten. Bei konsequenterer Chancenverwertung hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können.

Joey Barton und Scott Brown

Trotz aller Sticheleien, der Handshake muss sein: Joey Barton (l.) und Scott Brown. picture alliance

Jetzt kommt Barça in den Celtic Park - Rodgers widmet den Sieg Stein

Eine bittere Pleite für den Aufsteiger, der nun vier Punkte hinter dem Erzrivalen liegt und dabei schon ein Spiel mehr absolviert hat. Celtic ist wettbewerbsübergreifend seit nunmehr 17 Pflichtspielen ungeschlagen. Eine Serie, die am Dienstag allerdings auf eine harte Probe gestellt werden wird, wenn der FC Barcelona zum Auftakt der Champions League im Celtic Park vorstellig wird.

Trainer Rodgers widmete den Sieg nach dem Spiel dem legendären Celtic-Coach Jock Stein, der am 10. September 1985 - also vor genau 31 Jahren - als damals schottischer Nationaltrainer beim entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Wales auf der Bank einen Herzinfarkt erlitt und im Stadion verstarb. Stein hatte Celtic 1967 zum Gewinn des Europapokals der Landesmeister geführt - als erster britischer Klub überhaupt. In seiner Ansprache vor dem Spiel habe er seinen Spielern gesagt: "Wenn er heute auf uns herunterschaut, stellt sicher, dass wir ihn stolz machen."

ski