Eklat beim russischen Saisonauftakt

Frimpong rassistisch beleidigt: Rot für Reaktion

Emmanuel Frimpong

Rassismus-Opfer am ersten Spieltag: Emmanuel Frimpong von FK Ufa. imago

Passiert war die folgenreiche Szene nach einer halben Stunde, kurz nachdem der Ex-Stuttgarter Serdar Tasci zum 1:1 für Spartak getroffen hatte. Frimpong rutscht aus, kommt deshalb zu spät in den Zweikampf und leistet sich ein Foul an der gegnerischen Eckfahne. Plötzlich dreht sich der Ghanaer in Richtung Spartak-Kurve, zeigt den Mittelfinger und schickt ein paar mutmaßliche Beleidigungen hinterher. Der Schiedsrichter zeigt Rot.

Hinterher erklärte der frühere Arsenal-Profi via Twitter, "von einer Person" rassistisch beleidigt worden zu sein. "Erst einmal möchte ich mich aber für den Platzverweis entschuldigen, nachdem ich provoziert worden bin. Hätte nicht passieren dürfen." Nun kassiere er eine Strafe dafür, dass er beleidigt worden sei. "Und in diesem Land werden wir die WM austragen."

Von offizieller Stelle kamen die üblichen Reaktionen: Die FIFA verwies darauf, dass der russische Fußballverband zuständig sei, das Organisationskomitee der WM 2018 in Russland teilte mit, "Rassismus und Diskriminierung in all seinen Formen" zu verurteilen. Eine Reaktion von Spartak blieb bislang aus, im Spielbericht auf der offiziellen Website ist Frimpongs Platzverweis nicht näher beschrieben. "Unsportliches Verhalten", heißt es dort nur.

jpe