Köhler-Elf ist mittlerweile schon Siebter

Wohin führt der Lauf des Halleschen FC?

Timo Furuholm überwindet Maximilian Schulze Niehues (re.)

Derzeit in Topform: Timo Furuholm, hier beim 1:0 gegen Münsters Schlussmann Maximilian Schulze Niehues (re.). imago

Vier Siege und ein Remis lautet die stolze Serie des HFC in den zurückliegenden fünf Spielen. Geht jetzt, nachdem der HFC nun auch seine Heimbilanz etwas aufbessern konnte und auswärts es sowieso gut läuft, noch etwas nach ganz oben? Cheftrainer Sven Köhler sieht es so: "Im Moment sind wir sehr froh über die kleine Serie. Dieses gute Gefühl müssen wir in die nächsten Partien mitnehmen. Mit Erfurt und Kiel haben wir jetzt zwei schwere Punktspiele vor der Brust. Unser Hauptaugenmerk liegt aber auf dem Landespokal." Das bestätigt Vizepräsident Jörg Sitte: "Priorität hat jetzt das Erreichen der 1. Hauptrunde des DFB-Pokal-Wettbewerbes der kommenden Saison".

Dabei ist durchaus eine doppelte sportliche Absicherung dieser, vor allem finanziell anspruchsvollen, Aufgabe erwünscht. Denn neben dem Gewinn des Landespokales (im Halbfinale wartet Regionalligist und Pokalverteidiger 1. FC Magdeburg) ist diese Qualifikation natürlich auch mit dem 4. Platz in der 3. Liga möglich . Doch das wird nicht einfach. Köhler sieht es wie gewohnt realistisch: "Vor vier, fünf Wochen waren wir tief betrübt. Davon konnten wir uns befreien. Auch wenn der Abstand nach oben jetzt etwas geringer als nach unten ist, sollten wir nicht träumen. Wenn wir in Erfurt verlieren, wovon ich nicht ausgehe, dann brauchen wir uns diese Frage nicht mehr zu stellen."

Spielbericht

Halle konnte in dieser Saison alle vier Auswärts-Ostderbys für sich entscheiden. Bleibt das so, dann ist nach oben noch etwas möglich. Allerdings hieß es in den bisherigen zwei Drittligapartien im Steigerwaldstadion 1:2 und 0:3. Auch die beiden letzten Heimspiele gegen Erfurt konnte der HFC nicht gewinnen (0:2, 1:2). Diese Statistik spricht gegen einen Sieg, doch die momentane Effektivität bei der Chancenverwertung der Hallenser ist vielversprechend. Besonders der Finne Timo Furuholm (27, kicker-Notenschnitt 3,34) verkörpert derzeit echte Torgefahr. In den letzten vier Spielen traf er immer, in den letzten zehn Partien acht Mal. Gern würde er in Erfurt seinen zwölften Saisontreffer hinzufügen. Es wäre für den Ex-Nationalspieler Finnlands auch ein gutes Argument in den bevorstehenden Vertragsverhandlungen.

Roland Hebestreit/aho