Bundesliga 2002/03, 27. Spieltag
16:00 - 29. Spielminute

Tor 1:0
Amoroso
Rechtsschuss
Vorbereitung Koller
Dortmund

16:07 - 36. Spielminute

Gelbe Karte
F. Ernst
Bremen

16:10 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Madouni
Dortmund

16:39 - 54. Spielminute

Tor 1:1
Charisteas
Rechtsschuss
Vorbereitung Ailton
Bremen

16:52 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Banovic
Bremen

16:53 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Ewerthon
für Rosicky
Dortmund

17:01 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Ricken
für S. Reuter
Dortmund

17:10 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Reich
für Ailton
Bremen

17:11 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Odonkor
für Amoroso
Dortmund

17:12 - 86. Spielminute

Tor 1:2
F. Ernst
Rechtsschuss
Bremen

17:18 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Stalteri
Bremen

17:19 - 90. + 4 Spielminute

Spielerwechsel
Borowski
für Banovic
Bremen

BVB

BRE

27. Spieltag, Borussia Dortmund - Werder Bremen 1:2 (1:0)

Kurioses Tor bringt Sieg für Werder

Matthias Sammer änderte seine Aufstellung nach dem 0:0 in Bielefeld auf drei Positionen. Für den verletzten Metzelder (Achillessehnen-Operation) kam Reuter (nach Muskelfaserriss) zurück ins Team. Zudem war Dede wieder fit. Ricken wich für den Brasilianer. Im Tor musste Lehmann (Bluterguss im Oberschenkel) passen. Weidenfeller ersetzte ihn und kam so zu seinem vierten Saisoneinsatz, dem dritten von Beginn an. Im Vergleich zur 1:2 -Heimniederlage gegen Hannover 96 änderte Werder-Coach Thomas Schaaf die Anfangsformation auf ebenfalls drei Positionen. Für Verlaat (5. Gelbe Karte) spielte Barten. Im Mittelfeld kamen Micoud und Ernst (beide nach Sperren) zum Einsatz, für die Daun und Borowski aus der Anfangself weichen mussten.


Das Spiel im Live-Ticker Der 27. Spieltag im Überblick


Die Borussen starteten bemüht in die Partie, vermochten aber gegen die zunächst sehr tief in der eigenen Hälfte stehenden Bremer keinerlei Gefahr zu erzeugen. Den Schaaf-Schützlingen ihrerseits gelang selbst nicht, eigene Offensivaktionen zu starten. Erst nach 20 Minuten konnte sich Werder ab und an befreien, ohne aber zu Torgelegenheiten zu kommen. Da auch die Angriffsinitiativen der Dortmunder abnahmen, bot sich den Zuschauern im Westfalenstadion bis dato eine unansehnliche Begegnung. Aus dem Nichts dann aber die Führung für den Meister: Koller wurde aus dem Mittelfeld angespielt und stand dabei im Abseits. Das Schiedsrichtergespann um Lutz Wagner ließ aber weiterspielen, so dass sich der Tscheche zunächst wunderbar gegen zwei Gegenspieler im Strafraum durchsetzen konnte und dann auf Amoroso ablegte. Der Brasilianer ließ Borel im Tor der Bremer mit einem überlegten Heber keiner Abwehrchance (29.). Nachdem die Dortmunder danach dem 2:0 näher schienen als die Bremer, hatte Werder in den letzten Minuten der ersten Halbzeit plötzlich ein paar kleinere Möglichkeiten, weil sich im Abwehrverhalten des BVB einige Leichtsinnigkeiten eingeschlichen hatten. Diese blieben ohne Folgen, so dass die Sammer-Elf mit dem nicht unverdienten 1:0 in die Kabine ging.

Die Hanseaten kamen engagierter aus der Pause als der BVB und konnten die gewonnene Aggressivität prompt nach nur knapp zehn Minuten in Zählbares ummünzen. Ailton spielte seine Schnelligkeit gegen Wörns aus, düpierte ihn und passte in die Mitte, wo Charisteas völlig allein ins leere Tor schieben konnte (54.). Damit hatten die Dortmunder die knappe Führung leichtfertig vergeben und den bis dahin weitgehend pomadig wirkenden Gegner aufgebaut. So wirkten die Bremer nach dem Ausgleich kurzfristig spritziger und selbstbewusster als der Meister, was sich aber insbesondere nach den Einwechslungen von Ewerthon und Ricken für Rosicky und Reuter änderte. Zwar kamen die Bremer immer noch zu gelegentlichen Chancen, aber der BVB baute sukzessive in der Schlussphase mehr Druck auf das Tor von Borel auf, um doch noch zum Sieg zu kommen. Doch die Angriffe blieben immer wieder hängen. Kurz vor Ende dann die glückliche Entscheidung zugunsten der Bremer: Weidenfeller wollte weit vor dem eigenen Tor klären, spielte aber genau vor die Füße von Ernst, der von der Mittellinie Maß nahm und das Leder genau in die Maschen schießen konnte (86.). Der kuriose Treffer brachte den etwas schmeichelhaften Sieg für den SV Werder.

Zwar war der Deutsche Meister über die gesamte Spielzeit bemühter, ließ jedoch im Abwehrverhalten oftmals gegen einen vor allem in der ersten Hälfte sehr harmlosen Gegner die nötige Konsequenz vermissen. Die Bremer standen defensiv meist sicher und holten dank der deutlich verbesserten Leistung in der zweiten Hälfte einen sehr glücklichen Erfolg.