Bundesliga 2002/03, 22. Spieltag
15:44 - 13. Spielminute

Tor 1:0
Vermant
Rechtsschuss
Schalke

15:47 - 16. Spielminute

Tor 2:0
van Kerckhoven
Linksschuss
Vorbereitung Oude Kamphuis
Schalke

15:56 - 25. Spielminute

Gelbe Karte
Oude Kamphuis
Schalke

16:10 - 37. Spielminute

Rote Karte
Agali
Schalke

16:11 - 41. Spielminute

Gelbe Karte
Böhme
Schalke

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Varela
für Böhme
Schalke

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
van Hoogdalem
für Möller
Schalke

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Amoroso
für Madouni
Dortmund

16:39 - 52. Spielminute

Tor 2:1
Koller
Kopfball
Vorbereitung Dede
Dortmund

16:41 - 55. Spielminute

Gelbe Karte
Frings
Dortmund

16:45 - 58. Spielminute

Tor 2:2
Ewerthon
Rechtsschuss
Vorbereitung Metzelder
Dortmund

16:52 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Metzelder
Dortmund

16:59 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Hajto
Schalke

17:05 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Ricken
für Ewerthon
Dortmund

17:07 - 80. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Lehmann
Dortmund

17:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Weidenfeller
für Amoroso
Dortmund

17:13 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
E. Sand
für Mpenza
Schalke

S04

BVB

22. Spieltag, FC Schalke 04 - Borussia Dortmund 2:2 (2:0)

Schalke und BVB mit Doppelschlag

Mit einem 2:0 gegen den VfB beendete Schalke vergangene Woche seine schlechte Heimserie. Nur eine Änderung gab es gegen den Meister: Coach Frank Neubarth musste auf den Gelb-gesperrten Kmetsch verzichten, für den Möller in seinem letzten Revier-Derby (Karriereende) zum Einsatz kam. Mit 4:1 fertigte der BVB in der Liga Bochum ab, musste unter der Woche in der Champions League aber ein 1:2 bei Real Madrid einstecken. Trainer Matthias Sammer änderte seine Anfangsformation im Vergleich zum Auftritt in Bernabeu auf zwei Positionen: Madouni und Kehl kamen für Evanilson und Amoroso.


Das Spiel im Live-Ticker Der 22. Spieltag im Überblick


Dortmund gehörten die ersten zehn Minuten, in denen der Ball gut durch die eigenen Reihen lief. Schalke reagierte zunächst nur, schlug aber gleich bei der ersten Chance zu. Nach einem Eckball köpfte Wörns den Ball auf den vor dem Strafraum postierten Vermant. Der fackelte nicht lange, zog aus 20 Metern mit rechts ab und traf unhaltbar für Lehmann ins linke obere Eck (13.). Die Führung sorgte für Freude unter den Schalker Fans und wurde wenig später zur Hochstimmung: Nach einer tollen Kombination über die rechte Seite - Poulsen hatte den freilaufenden Oude Kamphuis geschickt in Szene gesetzt - legte der Niederländer den Ball von der Grundlinie flach an den Elfmeterpunkt zurück. Dort rauschte van Kerckhoven heran und vollendete flach ins linke untere Eck (16.). Die Borussia kam zwar durch Koller nach zwanzig Minuten zu einer Kopfballchance, zeigte sich aber doch ob des Schalker Doppelschlags schwer geschockt. Die "Königsblauen" zogen sich nun etwas zurück und suchten ihr Heil mit gezieltem Konterfußball über die schnellen Spitzen Mpenza und Agali. Der Tabellenzweite mit verzweifelten Bemühungen, in die Partie zurückzufinden, aber Schalke verteidigte geschickt und ließ den Kombinationsfußball des Meisters nicht zur Entfaltung kommen. An Chancen war die Begegnung bis zur Pause arm, hatte aber einen Höhepunkt anderer Art zu bieten: An der Mittellinie kam es zu einem Gerangel zwischen Dede und Agali. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten zückte Schiedsrichter Fandel die Rote Karte gegen den Nigerianer, hätte allerdings auch den Brasilianer vom Platz schicken müssen (38.). Bis zum Wechsel drohte das Derby aus den Fugen zu geraten, die Partie war mehr unterbrochen als dass es Spielszenen zu betrachten gab. Der Halbzeitpfiff kam gerade rechtzeitig, um die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Beide Trainer reagierten zur Pause. Zum zweiten Durchgang kam auf Seiten des BVB Amoroso für Madouni, für die Heimelf durften van Hoogdalem und Varela für Böhme und Möller ran. Und Trainer Neubarth bewies mit der Einwechslung des Niederländers ein glückliches Händchen, denn der verhinderte mit letztem Einsatz den Anschlusstreffer von Rosicky (47.). Die Borussia jetzt deutlich am Drücker. Koller vergab zunächst in aussichtsreicher Position (51.), war aber wenig später dann doch erfolgreich. Der Tscheche köpfte Dedes Flanke aus sechs Metern mit Saisontreffer Nummer zehn ins Netz (52.). Die 04er kamen nicht mehr aus der eigenen Hälfte, Rosicky war beim Meister die nun allgegenwärtige Schaltzentrale. Und auch über die Außenpositionen - Dede und Metzelder - drohte dem Schalker Tor verstärkt Gefahr. Der Nationalverteidiger war es auch, der den Ausgleich vorbereitete. Von Frings steil geschickt legte er quer an den Fünfmeterraum, Ewerthon staubte ab (58.). Mit dem Ausgleich verebbte der große Elan, mit dem der BVB aus der Kabine gekommen war. Der Zwischenspurt hatte Kraft gekostet. Zudem griff die Maßnahme von Trainer Neubarth, gegen den rechts offensiv stark auftrumpfenden Metzelder nun van Hoogdalem statt Varela zuzuordnen. Aufregung dann erst wieder in der 80. Minute. Schalke erzielte ein einwandfreies Tor durch Waldoch, dem Schiedsrichter Fandel aber wegen angeblichem Abseits die Anerkennung versagte. Lehmann rannte aus seinem Tor und herrschte Amoroso an. Daraufhin zeigte der Unparteiische dem Nationaltorhüter die Gelb-Rote Karte. In einem leidenschaftlich geführten Revier-Derby gab es letztlich verdientermaßen keinen Sieger. Hatte Schalke im ersten Durchgang besser ausgesehen, kämpfte sich Dortmund mit einer deutlichen Leistungssteigerung in den zweiten 45 Minuten ins Spiel zurück.