Bundesliga 2002/03, 5. Spieltag
15:40 - 10. Spielminute

Gelbe Karte
Asamoah
Schalke

15:40 - 10. Spielminute

Gelbe Karte
Ewerthon
Dortmund

15:47 - 17. Spielminute

Gelbe Karte
C. Poulsen
Schalke

16:08 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
Oude Kamphuis
Schalke

16:13 - 43. Spielminute

Spielerwechsel
Madouni
für Wörns
Dortmund

16:16 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Koller
Dortmund

16:53 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Hajto
Schalke

16:54 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Agali
für Asamoah
Schalke

16:57 - 70. Spielminute

Tor 0:1
Agali
Rechtsschuss
Schalke

16:58 - 71. Spielminute

Tor 1:1
Ewerthon
Kopfball
Vorbereitung Evanilson
Dortmund

17:00 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Frings
für Rosicky
Dortmund

17:08 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Wilmots
für Möller
Schalke

17:12 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Kehl
Dortmund

BVB

S04

5. Spieltag, Bor. Dortmund - FC Schalke 04 1:1 (0:0)

Ewerthon schlug zurück

Nach dem 0:0 in Bochum nahm Borussen-Coach Matthias Sammer eine Änderung vor. Für Nationalspieler Frings stand erstmals seit der Begegnung des 33. Spieltags der Vorsaison (4:3 beim HSV) wieder Wörns in der Startaufstellung der Dortmunder. Ebenfalls ein Unentschieden ( 1:1 ) nahm Schalke beim Gastspiel in Stuttgart mit. Der von vielen Verletzungssorgen geplagte Trainer Frank Neubarth baute sein komplettes Mittelfeld um. Der von einer Grippe genesene Routinier Möller (400. Bundesligaspiel), Oude Kamphuis und Kmetsch kamen neu ins Team. Wilmots, Vermant und Trojan und mussten auf die Bank.


Das Spiel im Live-Ticker Der 5. Spieltag im Überblick


Im 120. Traditionsduell begannen beide Mannschaften engagiert, nahmen mit teilweise übertriebenem Einsatz die Zweikämpfe an. Viele Freistoßentscheidungen des Schiedsrichters ließen keinen rechten Spielfluss aufkommen. Schalke, auf äußerste Sicherheit bedacht, störte geschickt bereits früh den Aufbau des BVB und lauerte auf Konter. Rosicky, Dortmunds zentrale Anspielstation, wurde - abwechselnd von Poulsen und Kmetsch bewacht - in den ersten 30 Minuten fast aus dem Spiel genommen. Überhaupt biss sich Dortmund, das seine Angriffe nicht mit dem letzten Risiko fuhr, im ersten Durchgang an der äußerst disziplinierten Defensive der "Königsblauen" lange die Zähne aus. Der stets anspielbare Kehl, der aus der Abwehr heraus die meisten Ballkontakte hatte, konnte dem Spiel des amtierenden Meisters zu wenig Impulse geben, hatte aber auch keine Unterstützung in den eigenen Reihen. So bekamen 68.600 Zuschauer im ausverkauften Westfalenstadion auch wegen der Schalker Harmlosigkeit im Vorwärtsgang - einzige gefährliche Szene war ein Eckball von Möller, der von Evanilson kurz vor der Linie abgewehrt werden konnte (20.) - erst nach einer guten halben Stunde Strafraumszenen zu sehen. Rosickys Freistoß, der an Freund und Feind vorbei knapp neben den rechten Pfosten ins Aus segelte (34.), leitete die stärkste Phase des deutschen Meisters ein. Zwei Minuten später vergab Koller die bislang klarste Einschussmöglichkeit. Kehl flanke von der rechten Außenbahn in den Strafraum, Dede legte direkt auf Koller an den Fünfmeterraum zurück. Der Tscheche traf das Leder nicht richtig und schoss dem bereits am Boden liegenden Rost genau in die Arme. Den Schlusspunkt vor dem Halbzeitpfiff setzte dann Ewerthon. Der brasilianische Stürmer übersprintete Hajto, seine Flanke in die Mitte konnte aber weder von Koller noch Evanilson verwertet werden konnte (42.). Pech kurz vor dem Wechsel für Dortmund und Rückkehrer Wörns, der mit erneuter Verletzung gegen Madouni ausgewechselt werden musste. Mit Beginn des zweiten Durchgangs war der Offensivdrang der Sammer-Elf zunächst gestoppt, Schalke kam besser ins Spiel. Varelas Fernschuss aus 18 Metern strich nur um Zentimeter rechts am Tor vorbei (52.). Erst nach dieser seltenen Offensivaktion des Pokalsiegers wachte der BVB auf. Kehl nutzte eine Unaufmerksamkeit der Schalker Deckung und führte einen Freistoß schnell aus. Der Ex-Freiburger spielte in den Lauf des durchstartenden Heinrich, der verzog aber aus halbrechter Position frei vor Rost (57.). Gut zehn Minuten später war dann Rost beim Schuss von Rosicky auf der Hut, der aus 16 Metern abgezogen hatte (68.). In der gleichen Minute wurde auf Seiten der Gäste Agali eingewechselt. Der Nigerianer durfte sich wenig später bei seiner ersten Ballberührung bereits als Torschütze feiern lassen. Madouni brachte mit einem Querpass Kollege Metzelder in die Bredouille, der den Ball an Agali verlor. Allein lief der Angreifer auf Lehmann zu und verwandelte eiskalt aus 15 Metern (70.). Doch lange währte die Freude beim FC nicht, bereits eine Minute später schlug der Deutsche Meister zurück. Evanilson zog eine Flanke von links in den Strafraum. Ewerthon schaltete am schnellsten und überwand Rost mit einem Kopfball ins rechte untere Eck (71.). In der Schlussviertelstunde erwies sich die Borussia als das Team mit größerem Siegeswillen, doch das Abwehrbollwerk des Pokalsiegers war nicht mehr zu überwinden. Frings` gefährlicher Schuss von der Strafraumgrenze wurde von Oude Kamphuis in letzter Sekunde abgeblockt (89.).

Eine von beiden Mannschaften verbissen geführte Partie mit wenig Höhepunkten endete mit einem gerechten Remis. Schalke, mit disziplinierter Defensivleistung, ging überraschend in Führung. Der optisch überlegene, aber meist ohne zündende Ideen agierende BVB konnte nur eine Minute später egalisieren. Damit wartet Dortmund seit nahezu vier Jahren auf einen Derby-Sieg gegen Schalke.