Bundesliga 2002/03, 2. Spieltag
15:52 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Dede
Dortmund

15:54 - 23. Spielminute

Tor 1:0
Placente
Linksschuss
Vorbereitung B. Schneider
Leverkusen

15:55 - 24. Spielminute

Gelbe Karte
Neuville
Leverkusen

15:57 - 26. Spielminute

Spielerwechsel
Madouni
für Dede
Dortmund

16:10 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
Placente
Leverkusen

16:13 - 42. Spielminute

Gelbe Karte
B. Schneider
Leverkusen

16:17 - 45. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Bastürk
Leverkusen

16:44 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Simak
Leverkusen

16:48 - 61. Spielminute

Tor 1:1
Koller
Kopfball
Vorbereitung Ewerthon
Dortmund

16:55 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Bierofka
für Neuville
Leverkusen

16:56 - 70. Spielminute

Gelbe Karte
Addo
Dortmund

17:00 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Brdaric
für Berbatov
Leverkusen

17:02 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Odonkor
für Addo
Dortmund

17:14 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Oliseh
für Frings
Dortmund

LEV

BVB

2. Spieltag, Bayer Leverkusen - Bor. Dortmund 1:1 (1:0)

Bayer verspielt Sieg in erster Halbzeit

Bayer-Trainer Klaus Toppmöller veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:1 bei Energie Cottbus nur auf einer Position. Für Balitsch spielte der nach seinen Achillessehnenproblemen wieder genesene Neuville als zweiter Stürmer neben Berbatov. Auch bei Borussia Dortmund gab es nur einen Wechsel nach dem 2:2 gegen Hertha BSC zum Bundesligaauftakt . Für Fernandez übernahm Dede den Part auf der linken Abwehrseite.


Das Spiel im Live-Ticker Der 2. Spieltag im Überblick


Bayer startete unglaublich druckvoll, mit schönen Kombinationen und spontanen Positionswechsel, die die Dortmunder Abwehr vor erhebliche Probleme stellten. Immer wieder über die agilen Schneider, Bastürk und den sehr lauffreudigen Simak gelang es der Elf des vor der Partie geehrten „Trainer des Jahres“, Klaus Toppmöller, zu hochkarätigen Chancen zu kommen. Bereits in der siebten Minute vergab Neuville eine Riesenchance, als Schneider ihn schön im Rücken der Dortmunder Abwehr angespielt hatte. In seinen Schuss warf sich aber noch Kehl, der so mit viel Einsatz und etwas Glück klären konnte. Aber es ging weiter in Richtung Tor von Jens Lehmann. Zwei strittige Situationen erhitzten dann die Gemüter. Zuerst fiel Neuville im Strafraum des BVB, bedrängt von Dede, doch Dr. Wack zeigte nicht auf den Punkt, aber auch nicht Neuville die Gelbe Karte, die nach dessen Schwalbe berechtigt gewesen wäre (16. Minute). Dann kam kurze Zeit später Ewerthon im Bayer-Strafraum zu Fall. Auch hier entschied Dr. Wack trotz des resoluten Einsteigens von Placente zu Recht nicht auf Elfmeter, denn der Argentinier spielte eindeutig den Ball (18. Minute). Jener Diego Placente bescherte den Toppmöller-Schützlingen dann in der 23. Minute auch die längst verdiente Führung. Nach schöner Hereingabe des wieder einmal starken Schneider konnten weder Berbatov noch die Dortmunder Innenverteidiger die Flugbahn des Balles entscheidend verändern, so dass Placente gekonnt mit einem Linksschuss gegen den Lauf von Lehmann einnetzen konnte. Zwar nahmen die Leverkusener nach der Führung etwas vom hohen Tempo aus ihrem Spiel heraus, jedoch blieben sie weiterhin nach vorne gefährlich, während Dortmund bei seinen Offensivbemühungen meist harmlos blieb. Zur Halbzeit war man auf Seiten des Deutschen Meisters mit dem knappen Rückstand noch gut bedient.

Die zweite Hälfte begann deutlich zerfahrener als die ersten 45 Minuten. Bayer schien dem hohen Tempo des ersten Durchgangs Tribut zollen zu müssen, denn der BVB kam nun besser ins Spiel, während Leverkusen zwar weiterhin gefällig, wenn auch nicht mehr ganz so druckvoll nach vorne spielte, aber in der Defensive anfälliger war. Der erste schöne Spielzug der Sammer-Schützlinge brachte dann sofort den etwas schmeichelhaften Ausgleich. Rosicky schickte Ewerthon am rechten Strafraumeck steil, so dass der Brasilianer ungehindert in die Mitte zu Koller flanken konnte, der Butt per Kopf keine Chance ließ (61. Minute). Danach versuchte Bayer zwar, das Tempo wieder zu erhöhen, sah sich aber vermehrt gefährlichen Kontern des BVB ausgesetzt. Am Ende ließen bei subtropischen Temperaturen um die 35° Celsius bei beiden Mannschaften die Kräfte nach, was sich vor allem im Abwehrverhalten bemerkbar machte. Da allerdings auch im Abschluss beider Teams die letzte Konsequenz fehlte, blieb es letztlich beim Unentschieden.

Auf Leverkusener Seite musste man sich am Ende über die vergebenen Möglichkeiten der ersten Hälfte ärgern, denn man hätte die Partie bereits zu diesem Zeitpunkt vorentscheiden können. Die Dortmunder können sich bei Jan Koller bedanken, dass man im zweiten Saisonspiel immerhin noch zum zweiten Punkt kam, obgleich in den Schlussminuten, als auf beiden Seiten die Kräfte schwanden, sogar ein Sieg möglich gewesen wäre.