Gladbach: Gerüchte um Youngster

"Sechser" Ring - einer für Favre?

Alexander Ring (HJK Helsinki, l.) gegen Lewis Holtby (FC Schalke 04)

Hart im Nehmen: Alexander Ring (l.) verliert im Duell mit dem Schalker Holtby seinen Kopfverband. imago

So melden finnische Medien, dass die Eckdaten des Transfers bereits mündlich geklärt sind. Demnach werde sich Gladbach im Januar mit dem 20-jährigen defensiven Mittelfeldspieler von HJK Helsinki verstärken, der dort noch bis 2015 gebunden ist. Die Ablöse betrage rund eine Million Euro.

Die Quelle ist in Sachen HJK gewöhnlich gut informiert, den Wechsel von Dawda Bah zum FC Augsburg meldete sie im August bereits exklusiv. Ring, sechsmaliger finnischer Nationalspieler, soll auf Einladung der Borussia sogar dem Dortmund-Spiel (1:1) beigewohnt haben, was Max Eberl jedoch bestreitet: "Sollte der Spieler da gewesen sein, dann nicht auf unsere Einladung."

Auch sonst hält sich der Sportdirektor bedeckt: "Im Moment denken wir nicht an Transfers. Wir vertrauen unserem Kader, konzentrieren uns auf die nächsten Aufgaben." Generelles Interesse will er weder dementieren noch bestätigen: "Ich kommentiere keine Namen."

Ring wuchs im Rheinland auf

Passen jedenfalls würde Ring in die Philosophie von Trainer Lucien Favre. In der Europa-League-Qualifikation gegen Schalke 04 fiel der fußballerisch beschlagene "Sechser" speziell im Hinspiel (2:0) positiv auf (kicker­-Note 2), bei der Rückspiel-Klatsche (1:6, kicker-Note 4) steuerte er immerhin die Vorlage zum Ehrentor bei.

Ein weiterer Pluspunkt: Ring hätte kaum Integrationsprobleme. Wegen des Jobs seines Vaters in der Autobranche wuchs er im Rheinland auf und spielte von 2000 bis 2008 in der Jugend von Bayer Leverkusen. Erst danach verschlug es ihn wieder in seine Geburtsstadt Helsinki.