U-21-Europameisterschaft 2019, Vorrunde, 3. Spieltag
21:15 - 14. Spielminute

Gelbe Karte
Rus
Rumänien

22:11 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Manea
Rumänien

22:18 - 58. Spielminute

Spielerwechsel
Baluta
für Cicaldau
Rumänien

22:18 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Thuram
Frankreich

22:28 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Nedelcu
Rumänien

22:32 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Dragomir
für Olaru
Rumänien

22:41 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Petre
für Puscas
Rumänien

22:43 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
del Castillo
für Thuram
Frankreich

22:43 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Adelaide
für Ikoné
Frankreich

FRA

RUM

Frankeich nach 0:0 gegen Tricolorii ebenfalls im Halbfinale

Rumänien trifft auf Deutschland - Italien trauert

Tousart, Upamecano und Puscas

Viele Zweikämpfe, kein Sieger: Frankreichs Tousart und Upamecano gegen Rumäniens Puscas. imago images

Frankreich, das 1988 die U-21-EM zum bisher einzigen Mal gewonnen hat und dieses Jahr zum Kreis der Favoriten zählt, vollzog im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Kroatien drei personelle Veränderungen: Trainer Sylvain Ripoll ersetzte Dagba, Adelaide und Dembelé durch Amian, Guendouzi und den Mainzer Mateta. Die beiden Leipziger Konaté und Upamecano starteten erneut von Beginn an.

Rumäniens Trainer Mirel Radoi nahm nach dem 4:2-Sieg gegen England fünf Veränderungen in seiner Startelf vor: Rus, Boboc, Nedelcu, Olaru und Coman begannen anstelle von Pascanu, Stefan, Baluta, Man und Ivan.

"Biscotto"? Kein Ballgeschiebe oder Abtasten in Sicht

Bedingt durch den Turniermodus - die drei Gruppenersten sowie der beste Gruppenzweite erreichen das Halbfinale (und qualifizieren sich darüber hinaus für die Olympischen Spiele) - sorgte im Vorfeld der Begriff "Biscotto", der wörtlich übersetzt Keks bedeutet, für Aufregung in Italien. Denn durch ein Remis zwischen Frankreich und Rumänien wären beide Mannschaften sicher im Halbfinale - die italienische Auswahl hätte das Nachsehen.

Für Abtasten oder das angesichts der Ausgangslage befürchteten Ballgeschiebe ohne Torchancen blieb aber keine Zeit. Von zahlreichen Fans in Cesena angefeuert, war Rumänien von Beginn an das aktivere Team und zeigte zielstrebig Zug zum Tor. Die beste Chance des ersten Durchgangs gehörte Coman, der nach feinem Doppelpass aus kurzer Distanz noch im letzten Moment geblockt wurde (11.). Nedelcu köpfte wenige Minuten später aus einigen Metern Entfernung knapp am linken Pfosten vorbei (16.), kurz danach ging Cicaldau im Strafraum zu Boden, bekam den Elfmeter nach grenzwertigem Armeinsatz von Amian aber nicht (18.). Hagi (27., vorbei) und Puscas (32., Abseits) sorgten für weitere Annäherungen der Tricolorii. Weil diese den Ball aber nicht entscheidend auf das Tor brachten und Frankreich auf der Gegenseite zu umständlich agierte, zudem mit Rumäniens frühem Pressing Mühe hatte, ging es mit 0:0 in die Pause.

Ntchams Dreifach-Chance - Tousarts Fast-Eigentor

Nach der Pause begannen die Rumänen wieder schwungvoll und gingen mit viel Intensität in die Zweikämpfe. Dann war es aber Ntcham, der die ersten richtigen Möglichkeiten im zweiten Durchgang bekam: Der französische Stürmer wurde jedoch zweimal geblockt, den dritten Versuch schoss er deutlich am Kasten vorbei (54.).

Beide Seiten gönnten sich in der Folge eine kleine Verschnaufpause vor den Toren, ehe Mateta an einer knappen Hereingabe vorbeirutschte und nur Augenblicke später Puscas nach einem feinen 30-Meter-Pass von Hagi frei vor Bernardoni auftauchte, aber den Kürzeren zog (68.).

Das Spiel verflachte, je weiter die Spielzeit fortlief, wenngleich die Rumänen weiterhin um Torgefahr bemüht waren. Wirklich knapp wurde es aber nur noch nach einem Hagi-Freistoß: Rus köpfte Tousart an, dessen ungewollter Kopfball haarscharf am Kasten vorbeisauste (80.). Für Frankreich, das sich keine Niederlage leisten konnte, wohl das Signal, um das 0:0 abzusichern. In der Folge standen die Franzosen tief und versuchten, die Tricolorii auszubremsen. Mit Erfolg: Auch in der vierminütigen Nachspielzeit passierte in den Strafräumen nichts mehr, weshalb es beim torlosen Remis blieb.

Das Überraschungsteam aus Rumänien trifft damit auf Titelverteidiger Deutschland. Frankreich bekommt es mit der spanischen Auswahl im Halbfinale zu tun. Italien ist hingegen tatsächlich ausgeschieden - wie vorab befürchtet.