Europa League 2018/19, Gruppenphase, 4. Spieltag
21:08 - 9. Spielminute

Gelbe Karte
Marchesano
FC Zürich

21:17 - 18. Spielminute

Gelbe Karte
Maxsö
FC Zürich

21:44 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
H. Kryeziu
FC Zürich

22:10 - 55. Spielminute

Spielerwechsel (FC Zürich)
Palsson
für Khelifi
FC Zürich

22:13 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Kohr
Leverkusen

22:15 - 60. Spielminute

Tor 1:0
Jedvaj
Kopfball
Vorbereitung Ozdoev
Leverkusen

22:17 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Paulinho
für Aranguiz
Leverkusen

22:17 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Kiese Thelin
für Brandt
Leverkusen

22:24 - 69. Spielminute

Spielerwechsel (FC Zürich)
Ceesay
für Marchesano
FC Zürich

22:28 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Baumgartlinger
Leverkusen

22:29 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
L. Bender
für Wendell
Leverkusen

22:36 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Dragovic
Leverkusen

LEV

FCZ

Zürcher Defensivstrategie geht nicht auf

Jedvaj bricht den Bann: Bayers Revanche glückt

Der Bann ist gebrochen: Tin Jedvaj (r.) köpft zum 1:0 ein.

Der Bann ist gebrochen: Tin Jedvaj (r.) köpft zum 1:0 ein. imago

Leverkusens Trainer Heiko Herrlich tauschte im Vergleich zum 1:4 in der Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim auf gleich sechs Positionen: Für Tah, Bellarabi, Sven Bender (beide muskuläre Beschwerden), Havertz, Lars Bender und Volland (alle auf der Bank) spielten Dragovic, Bailey, Alario, Baumgartlinger, Aranguiz und Kohr.

Zürichs Coach Ludovic Magnin stellte seine Mannschaft gegenüber dem 5:2 beim FC Luzern nur einmal um: Maxsö ersetzte Pa Modou.

Herrlichs Variante mit drei defensiv orientierten Mittelfeldleuten (Aranguiz, Baumgartlinger, Kohr) hatte ihre Tücken. Vorteil: Bayer wirkte im Zentrum äußerst stabil und hatte wenig Mühe, die gegnerischen Angriffe abzuwehren. Das ging aber zu Lasten der Kreativität: Nach vorne tat sich die Werkself äußert schwer, spielte zu statisch, mit zu wenig Tempo und stellte die Zürcher, die gegen den Ball massiert im 5-4-1 die Räume verengten und mit einer durchaus kernigen Zweikampfführung auffielen, nicht wirklich vor Probleme. Weil auch die Schweizer, die viel mit langen Bällen operierten, offensiv nichts auf die Kette kriegten, blieb die Partie über weite Strecken recht ereignislos - und bot kaum echten Unterhaltungswert.

Es dauerte fast eine geschlagene halbe Stunde, ehe der erste nennenswerte Torschuss geboten wurde: Kohr verzog aus etwas mehr als 16 Metern nur um Haaresbreite (29.). Wer gedacht hatte, der Versuch wäre eine Initialzündung, der sah sich getäuscht. Bayer blieb zwar auch im weiteren Verlauf bemüht und investierte mehr in die Partie, allerdings fehlte es an geeigneten Mitteln, um die gegnerische Deckung auszuhebeln. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff bot sich Alario die dicke Möglichkeit, der Argentinier scheiterte jedoch im Eins-gegen-eins an Zürichs Schlussmann Brecher (45.).

Zürich rührt Beton an - Bayer müht sich

Chance vergeben: Lucas Alario scheitert kurz vor der Pause an FC-Keeper Yanick Brecher (l.).

Chance vergeben: Lucas Alario scheitert kurz vor der Pause an FC-Keeper Yanick Brecher (l.). imago

Zürich reichte ein Remis, um die Zwischenrunde klarzumachen - und die Schweizer machten deutlich, dass sie nicht verlieren wollten. Nach vorne gab es zwar ein paar vereinzelte Alibi-Vorstöße der Eidgenossen, deren Hauptaugenmerk aber ganz woanders lag: Primär war die Magnin-Elf darauf aus, hinten keine Fehler zu machen. Das ging den Gästen gut von der Hand, sodass in der Pause die Null stand - und das auf beiden Seiten.

Zürich hatte im gesamten ersten Durchgang nicht einen Torschuss zustande gebracht - und das sollte auch nach dem Seitenwechsel lange Zeit so bleiben. Leverkusen war in diesem Punkt schon aktiver, so prüfte Brandt Brecher kurz nach der Pause aus 22 Metern (47.). Nach 55 Minuten gab es schließlich den ersten Versuch der Gäste: Khelifi verzog aber deutlich - immerhin ein Abschluss. Das dachte sich etwas später vielleicht auch Brandt, als er aus der zweiten Reihe einen Meter zu hoch zielte (58.).

Ecke, Kopfball, drin: Schweizer Bollwerk durchbrochen

Nach einer Stunde wurde der Bann gebrochen: Brandt brachte eine Ecke von rechts gefühlvoll ans rechte Fünfereck, wo sich Jedvaj hochschraubte und wuchtig zum 1:0 einköpfte. Zürich hatte die Quittung für die destruktive Spielweise erhalten, hätte aber beinahe postwenden ausgeglichen: Rüegg verzog allerdings (61.), sodass es bei der verdienten Führung des Bundesligisten blieb. In der Folge zog sich Bayer ein wenig zurück und ließ nun die Gäste kommen. Denen fiel aber herzlich wenig aus, die Angriffe der Zürcher verpufften allesamt wirkungslos. So hatte Leverkusen wenig Mühe, den Sieg routiniert über die Runden zu bringen und sich damit zugleich auch für die 2:3-Hinspielniederlage zu revanchieren.

Spieler des Spiels

Aleksandar Dragovic Abwehr

2,5
Spielnote

Lange Zeit ein extrem zähes Spiel, bei dem die Mannschaften im letzten Drittel mit wenig Kreativität und viel Ungenauigkeit agierten.

5
Tore und Karten

1:0 Jedvaj (60', Kopfball, Ozdoev)

Leverkusen

Hradecky 3 - Weiser 4, Jedvaj 2,5 , Dragovic 2,5 , Wendell 4 - Baumgartlinger 4 , Aranguiz 4 , Brandt 4 , Kohr 3,5 , Bailey 5 - Alario 5

FC Zürich

Brecher 4 - Nef 4, Bangura 4,5, Maxsö 4 - Rüegg 4, Domgjoni 4,5, H. Kryeziu 4 , Kololli 4, Marchesano 5 , Khelifi 5 - Odey 5

Schiedsrichter-Team

Pawel Gil Polen

3
Spielinfo

Stadion

BayArena

Zuschauer

16.197

Die Werkself gastiert am Sonntag (15.30 Uhr) in der Bundesliga bei RB Leipzig. Der FC Zürich hat am selben Tag (16 Uhr) in der heimischen Super League den FC Sion vor der Brust. In der Europa League geht es für beide Klubs am Donnerstag, den 29. November, weiter: Leverkusen hat dann Rasgrad zu Gast, der FC Zürich die Zyprer von AEK Larnaka - Anpfiff ist jeweils um 18.55 Uhr.

Bilder zur Partie Bayer 04 Leverkusen - FC Zürich