Serie A Spielbericht

Serie A 2018/19, 5. Spieltag
20:36 - 6. Spielminute

Gelbe Karte
Linetty
Sampdoria

20:51 - 20. Spielminute

Gelbe Karte
Miranda
Inter

21:47 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
E. Barreto
für Praet
Sampdoria

21:47 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Jankto
für Linetty
Sampdoria

21:49 - 60. Spielminute

Spielerwechsel
Perisic
für Politano
Inter

21:58 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Baldé
für Candreva
Inter

22:11 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Borja Valero
für Nainggolan
Inter

22:24 - 90. + 5 Spielminute

Gelbe Karte
Tonelli
Sampdoria

22:18 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Defrel
Sampdoria

22:21 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel
Sala
für Ramirez
Sampdoria

22:22 - 90. + 4 Spielminute

Tor 0:1
Brozovic

Inter

22:19 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Borja Valero
Inter

SAM

INT

Serie A, 5. Spieltag: Samp verliert gegen Inter

Dreimal Videobeweis, Spalletti-Wut und Brozovic-Tor

Marcelo Brozovic

Matchwinner für Inter: Marcelo Brozovic. Getty Images

Was für ein zähes Geplänkel veranstalteten Sampdoria Genua und Inter Mailand denn da zum Auftakt des 5. Spieltags der Serie A? Beide Teams übertrumpften sich insgesamt in Sachen Harmlosigkeit und lieferten sich einen steten Schlagabtausch im Mittelfeld. Etwas mehr Zug zum Tor entwickelten zwischenzeitlich immerhin die Gäste aus der Lombardei - Antonio Candreva traf zum Beispiel den Pfosten.

Am Ende des Tages hatte dieses Duell dann aber doch ein paar Highlights zu bieten - genauer gesagt vier Tore, von denen drei nicht zählten und Inter-Coach Luciano Spalletti auf die Palme brachten. Doch der Reihe nach...

Tor 1: Nainggolan freut sich zu früh

Szene Nummer eins ereignete sich in der 43. Minute, als die Nerazzurri etwas mehr Druck entwickelten und sich vermeintlich belohnten: Radja Nainggolan nickte den Ball nach einer Flanke von der linken Seite zunächst in den Strafraum, von wo die Kugel aber schnell wieder direkt vor seine Füße zurückkam. Der Belgier fackelte im Anschluss nicht lange und traf präzise ins linke untere Eck. Allerdings bemühte Referee Marco Guida den Videobeweis - und dabei kam heraus, dass zuvor eine Abseitsstellung vorgelegen hatte. Die richtige Entscheidung also, diesen erfolgreichen Abschluss am Ende nicht anzuerkennen!

Tor 2: Asamoah freut sich zu früh

Nach vielen, vielen zähen Minuten sollten sich besonders in den Schlussminuten die Ereignisse überschlagen. Neuzugang Kwadwo Asamoah, der im Sommer von Juventus Turin gekommen war, erzielte in der 87. Minute mit einem kraftvollen Flachschuss das vermeintliche 1:0. Wieder aber griff der VA ein - und hier kam heraus: Vor dem Zuspiel in Richtung Asamoah hatte der Ball die Torauslinie passiert. Erneut die richtige Entscheidung! Doch das war Inter-Coach Luciano Spalletti relativ egal, der wutentbrannt nur den Kopf schüttelte.

Tor 3: Defrel freut sich zu früh

Nur zwei Minuten später, also in der 89. Minute, klingelte es auf einmal auf der anderen Seite: Samp-Stürmer und Roma-Leihgabe Gregoire Defrel enteilte der Mailänder Abwehr nach Steilpass, traf flach links unten, zog sich das Trikot aus - und stand vor allem im Abseits. Auch das entlarvte erst der Videobeweis - und abermals war es die richtige Entscheidung, dieses Tor nicht anzuerkennen! Die Gelbe Karte zählte übrigens trotzdem, worüber Defrel diesmal den Kopf schüttelte.

Tor 4: Brozovic und Inter freuen sich

In der fünfminütigen Nachspielzeit kam es nun zum endgültigen Highlight: Marcelo Brozovic donnerte die Kugel nach etwas zu langer Flanke von Ivan Perisic unhaltbar aus leicht spitzem Winkel mit rechts zum 1:0 ins Tor. Alle Blicke richteten sich zunächst wieder auf Referee Marco Guida, doch dieses Mal zählte der Treffer. Die richtige Entscheidung!

Für Mailands Trainer Spalletti war dies im Übrigen wohl zu viel des Guten an diesem Abend: Denn kurz nach dem Siegtor wurde der 59-Jährige übereifrig, rannte gen TV-Kamera und jubelte gelöst wie immer noch wutgeladen ins Bild. Sofort schritt ein Offizieller ein, teilte dieses Verhalten dem Hauptschiedsrichter mit - und dieser schickte Spalletti auf die Tribüne. Am Dreier für Inter, das sich nun mit sieben Punkte aus fünf Ligaspielen wieder etwas besser im Serie-A-Tableau positioniert, änderte das aber nichts mehr.

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