2. Bundesliga 2018/19, 19. Spieltag
20:31 - 1. Spielminute

Tor 1:0
Hartel
Rechtsschuss
Vorbereitung Abdullahi
Union

20:59 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Trimmel
Union

21:00 - 30. Spielminute

Tor 2:0
F. Hübner
Kopfball
Vorbereitung Trimmel
Union

21:17 - 45. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Terodde
Köln

21:15 - 45. Spielminute

Spielerwechsel
Andersson
für Polter
Union

21:39 - 50. Spielminute

Gelbe Karte
Friedrich
Union

21:51 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Clemens
für Risse
Köln

21:56 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
J. Horn
für Hauptmann
Köln

21:55 - 67. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Reichel
Union

21:57 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
C. Lenz
für Kroos
Union

22:02 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Geis
Köln

22:07 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Schmitz
Köln

22:08 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Sörensen
für Schmitz
Köln

22:12 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Parensen
für Abdullahi
Union

FCU

KOE

Effiziente Berliner entnerven Köln

Nach 25 Sekunden: Hartels Traumtor bringt Union-Sieg auf den Weg

Union Berlin

Ließ alle Kölner ganz alt aussehen: Marcel Hartel (#7) traf gegen seinen Ex-Verein. imago

Union-Coach Urs Fischer veränderte seine Startelf im Vergleich zur 0:3-Auswärtsniederlage in Aue vor Weihnachten auf drei Positionen: Kroos, Prömel (nach Knieproblemen wieder fit) und Abdullahi begannen anstelle von Mees (nicht im Kader), Zulj und Andersson (beide auf der Bank).

Kölns Trainer Markus Anfang nahm gegenüber dem letzten Ligaspiel, der 2:3-Heimniederlage gegen den VfL Bochum , ebenfalls drei Wechsel vor: Die Neuzugänge Kainz (kam aus Bremen) und Geis (Schalke) standen ebenso in der Startelf wie Hauptmann. Hector (Gelbsperre), Horn (Bank) und Özcan (Gesäßmuskelzerrung) mussten weichen.

Es war angerichtet: Unter Flutlicht trafen sich das beste Heimteam und die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Saison an der Alten Försterei. Während die Hausherren sich sofort anschickten, die Bilanz auszubauen, befand sich der Absteiger der vergangenen Bundesliga-Saison zunächst im Tiefschlaf: Als Abdullahi von rechts flankte, konnte Hartel den Ball im Sechzehner mit der Brust annehmen und anschließend per technisch anspruchsvollem Fallrückzieher über Horn hinweg zur Führung einschießen - ein Traumtor des gebürtigen Kölners nach gerade einmal 25 gespielten Sekunden!

Nach dem Blitzstart beruhigte sich das Geschehen dann schlagartig. Köln sammelte sich und häufte massig Ballbesitz an, kam aber nicht gefährlich nach vorne - lediglich eine verunglückte Kainz-Flanke (16.) sowie eine zufällige Drexler-Chance (22.) sorgten für Gefahr. Doch defensiv blieb Köln anfällig: Nach einer simplen Freistoß-Flanke aus dem rechten Halbfeld köpfte Hübner mit dem zweiten Berliner Torschuss relativ unbehelligt aus fünf Metern zum 2:0 ein (30.).

Köln wacht spät auf

Reichel hätte sogar noch auf 3:0 erhöhen können (36.), ehe auch die Kölner so langsam in die Partie und nun auch offensiv zur Geltung kamen. Als Union sich hinten mal unsortiert zeigte, steckte Drexler für Terodde durch, der rechts im Strafraum knapp links vorbei schoss (41.). Kurz darauf setzte Jorge Meré den aktiven Drexler per Sahne-Pass in Szene, doch Gikiewicz parierte den Heber des Kölners mit der Schulter (45.). Zwei Minuten später zählte Prömels Abstauber wegen einer Abseitsstellung nicht und Schiedsrichter Tobias Welz pfiff zur Pause.

2. Bundesliga, 19. Spieltag

Nach der Pause gab es wieder das Bild der ersten 40 Minuten. Köln fand kein Mittel, um die permanent giftigen und galligen Berliner in der Abwehr vor Probleme zu stellen. Im Gegenteil: Wenn es gefährlich wurde, dann vor dem Tor der Geißböcke. Horn musste gegen Andersson klären, kurz darauf vergab der Schwede eine weitere Möglichkeit per Kopf (60., 61.).

Reichel macht's noch einmal spannend

Nichts deutete auf ein Comeback der Rheinländer hin, doch dann schwächte sich Union selbst: Reichel sah nach einem Foul sowie einem Schlag ins Gesicht von Clemens Gelb-Rot, die Köpenicker agierten fortan in Unterzahl (66.). Doch auch die numerische Überzahl verhalf den Gästen nicht, mal gefährlich nach vorne zu kommen. Die Eisernen schmissen sich in jeden Zweikampf, sorgten immer wieder für Entlastung nach vorne und mussten erst in der 80. Minute wieder durchatmen: Gikiewicz reagierte glänzend gegen Cordoba. Weil auch die Kölner Taktik, es in der Schlussphase mit langen Bällen zu versuchen, gegen die hochgewachsene Union-Abwehr verpuffte, blieb es bis zum Schluss beim 2:0.

Dank des Dreiers gegen den direkten Konkurrenten macht Union dem 1. FC Köln nun gewaltig Druck. Bis auf zwei Punkte sind die Eisernen an die Geißböcke herangerutscht und zudem am FC St. Pauli vorbei auf Rang drei gezogen. Und wie geht's weiter? Am Montag (20.30 Uhr) spielt Union Berlin beim FC St. Pauli. Der 1. FC Köln tritt bereits am Sonntag (13.30 Uhr) in Aue an.