2. Bundesliga 2018/19, 10. Spieltag
13:30 - 31. Spielminute

Tor 1:0
Edmundsson
Linksschuss
Vorbereitung Voglsammer
Bielefeld

13:34 - 35. Spielminute

Tor 2:0
Salger
Linksschuss
Vorbereitung Prietl
Bielefeld

13:34 - 35. Spielminute

Spielerwechsel
Caligiuri
für Atanga
Fürth

14:08 - 51. Spielminute

Tor 2:1
Reese
Rechtsschuss
Vorbereitung S. Ernst
Fürth

14:12 - 54. Spielminute

Tor 2:2
T. Mohr
Linksschuss
Fürth

14:22 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Brunner
Bielefeld

14:26 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Christiansen
für Seufert
Bielefeld

14:27 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Steininger
für Reese
Fürth

14:32 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Owusu
für Voglsammer
Bielefeld

14:33 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Jaeckel
für Steininger
Fürth

14:37 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Wittek
Fürth

14:39 - 82. Spielminute

Tor 2:3
T. Mohr
Linksschuss
Vorbereitung Wittek
Fürth

14:47 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Staude
für Prietl
Bielefeld

14:49 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Staude
Bielefeld

BIE

FUE

Bielefeld gibt Zwei-Tore-Führung aus der Hand

Mohr krönt Fürths Comeback auf der Alm

Tobias Mohr

Jubel vor den mitgereisten Fans: Fürths Tobias Mohr, kurz nach dem Treffer zum 3:2. imago

Arminia-Coach Jeff Saibene nahm nach der 0:1-Niederlage beim VfL Bochum zwei Startelf-Veränderungen vor: Behrendt und Voglsammer ersetzten Börner und Christiansen (beide Bank). Börner saß zum ersten Mal nach 99 ligaübergreifenden Startelf-Einsätzen auf der Bank.

Fürths Trainer Damir Buric tauschte nach dem 1:1 gegen Jahn Regensburg einmal Personal aus: Green nahm nach seiner anstrengenden Länderspielreise für die USA auf der Bank Platz. Für ihn begann Gugganig, der nach seiner Gelbsperre wieder spielberechtigt war.

Verhaltener Beginn auf beiden Seiten

Fürth hatte in der Anfangsphase die größeren Spielanteile, Bielefeld überließ den Gästen auch den Ball, lauerte dafür auf Umschaltmöglichkeiten. Allerdings blieben die Bemühungen beider Seiten überschaubar. Die Arminia hatte durch Seufert (7.) und Klos, der SpVgg-Keeper Burchert mit einem Dropkick zu einer Parade zwang (10.), die ersten Chancen. Ansonsten fehlte das Tempo, sodass sich eine höhepunktarme, von Taktik geprägte Partie entwickelte.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde gewann das Spiel aber an Fahrt - durch einen Treffer der Hausherren. Ortega führte einen Abstoß aus, Voglsammer setzte sich im Duell gegen Ernst durch und verlängerte den Ball mit den Haarspitzen in den Lauf von Edmundsson, dessen flacher Linksschuss im Tor einschlug (31.). Nur vier Minuten später legte der DSC nach: Nach einer Ecke klärten die Gäste nur unzureichend, Salger nahm eine schwache Kopfballabwehr an der Strafraumkante direkt und traf mit platziertem Linksschuss zum 2:0 (35.).

Nun war Fürth, das den verletzten Atanga kurz vor dem zweiten Gegentor auswechseln musste, gefordert. Reese wurde erst geblockt, dann vereitelte Ortega einen Fallrückzieher des Ex-Schalkers mit einer starken Parade (38.).

2. Bundesliga, 10. Spieltag

Nach dem Seitenwechsel waren die Ostwestfalen dem dritten Tor näher: Caligiuri ließ sich als letzter Mann kurz vor dem Strafraum den Ball von Voglsammer klauen. Der zog nach links, schoss die Kugel dann aber neben das Tor, statt in das Gehäuse. SpVgg-Keeper Burchert hatte den Winkel aber clever verkürzt (49.).

Alles auf Anfang: Doppelschlag Fürth

Der Fehlschuss sollte sich rächen. Denn zwei Minuten später schlug Fürth zu. Bielefeld verteidigte im Strafraum schlafmützig, Ernst konnte den Ball trotz vierfacher Bewachung zu Reese bringen, dessen Schuss von Behrendt abgefälscht im Kasten landete (51.). Plötzlich wieder im Spiel legten die Gäste nur drei Minuten später nach: Reeses scharfe Flanke nahm Hartherz an, statt sie wegzuschlagen. Mohr setzte nach und spitzelte den Ball über die Linie (54.).

Nun verfielen beide Seiten in das vom Spielanfang bekannte Muster: Wenig Risiko, wenig Tempo. Fürth hätte in Person von Mohr sogar die Führung erzielen können, Ortega parierte aber konzentriert (62.). Danach tat sich auf beiden Seiten wenig, auch weil zahlreiche Wechsel und Unkonzentriertheiten den Spielfluss unterbrachen. Dann schlugen die Franken erneut eiskalt zu: Bielefeld war weit aufgerückt, das Buric-Team wusste das auszunutzen, indem Wittek einen mustergültigen Pass in den Lauf von Mohr spielte, der ohne Mühe auf 3:2 stellte (82.).

Glück für Bielefeld: Ortega fliegt nicht

Nun warf Bielefeld noch einmal alles nach vorne, agierte aber entweder zu umständlich oder scheiterte am sich formierenden Fürther Bollwerk. Glück hatten die Hausherren darüber hinaus, dass Torhüter Ortega nicht vom Platz flog. In der 86. Minute wurde Mohr wieder steil geschickt, der DSC-Schlussmann stürzte aus seinem Kasten, hatte zwar auch den Ball, traf seinen Gegenspieler mit dem hohen ausgestreckten Bein in den Unterleib. Schiedsrichter Johann Pfeifer gab aber nicht den Platzverweis, zeigte aber auch nicht auf den Punkt - zwei klare Fehlentscheidungen (86.). Für Mohr ging es nach Behandlungspause weiter. Die Arminia durfte in Vollzahl weiterspielen, erzielte das 3:3 aber auch nicht in der rund sechsminütigen Nachspielzeit.

Bielefeld ist am nächsten Samstag (13 Uhr) bei Erzgebirge Aue zu Gast. Fürth, das damit an den Aufstiegsplätzen dran bleibt, ist bereits tags zuvor (18.30 Uhr) beim SV Darmstadt 98 in der Pflicht.