Ligue 1 Spielbericht

Ligue 1 2018/19, 29. Spieltag
21:19 - 17. Spielminute

Gelbe Karte
Thiago Silva
Paris SG

21:28 - 26. Spielminute

Gelbe Karte
Kurzawa
Paris SG

21:31 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Kamara
Marseille

21:33 - 31. Spielminute

Spielerwechsel
Dagba
für Dani Alves
Paris SG

21:39 - 37. Spielminute

Spielerwechsel
Kehrer
für Meunier
Paris SG

21:41 - 39. Spielminute

Gelbe Karte
di Maria
Paris SG

21:49 - 45. + 2 Spielminute

Tor 1:0
Mbappé

Paris SG

22:08 - 46. Spielminute

Tor 1:1
Germain

Marseille

22:17 - 55. Spielminute

Tor 2:1
di Maria

Paris SG

22:20 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Kimpembe
Paris SG

22:20 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Ocampos
Marseille

22:23 - 62. Spielminute

Rote Karte
Mandanda
Marseille

22:27 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Pelé
für Balotelli
Marseille

22:28 - 66. Spielminute

Tor 3:1
di Maria

Paris SG

22:30 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Strootman
für Lopez
Marseille

22:39 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Radonjic
für Thauvin
Marseille

22:42 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Juan Bernat
für Kurzawa
Paris SG

22:50 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
H. Sakai
Marseille

22:56 - 90. + 4 Spielminute

Foulelfmeter
Mbappé
verschossen
Paris SG

PSG

MAR

Verletzungssorgen und neuer Elfer-Streit bei PSG

Bei di Marias Gala: Joker Kehrer assistiert und zögert

Angel di Maria

Nicht nur als Freistoßschütze treffsicher: PSG-Angreifer Angel di Maria. imago

PSG-Trainer Thomas Tuchel verzichtete in seiner Startelf abermals auf die beiden in der Champions League enttäuschenden Buffon und Kehrer. Paredes und Dani Alves rutschten anstelle von Juan Bernat und Nkunku in die Elf. Die Gäste aus Marseille waren seit fünf Spielen ungeschlagen (darunter vier Siege) und reisten dementsprechend mit viel Selbstbewusstsein an. Luiz Gustavo und Payet wurden wie schon in der vorigen Partie (1:0 gegen Nizza) nicht für die Anfangsformation nominiert.

Das Spiel startete mit Tempo und Aufregung. Nach 110 Sekunden gab Balotelli für OM einen ersten Warnschuss ab, den Areola aber ohne große Probleme entschärfte. Auf der anderen Seite gab Torwart-Routinier Mandanda keine gute Figur ab, als er einen Rückpass von Caleta-Car über den Spann laufen ließ. Ganz knapp neben dem rechten Pfosten rollte der Ball ins Aus - dieses Tor wäre ein Kandidat für die Jahresrückblicke gewesen (7.).

Nach einer Viertelstunde hatte der spielfreudige di Maria seinen ersten Auftritt, als er einen Pass von Verratti per Lupfer verwandelte - der VAR erkannte aber eine Abseitsstellung (16.). Das Spiel verflachte, PSG brachen binnen weniger Minuten zwei wichtige Optionen für die rechte Defensivseite weg. Erst musste Dani Alves angeschlagen raus, dann signalisierte auch Meunier mit muskulären Problemen, dass er nicht weiterspielen konnte. Das bedeutete eine neue Bewährungschance für Kehrer (37.). Als alles mit einem 0:0 zur Pause rechnete, spielte das PSG-Angriffsduo seine tolle Technik aus: Ein Konter tief in der eigenen Hälfte lief über di Maria, der Mbappé mit Übersicht fand und so die Führung vorbereitete. Der Franzose verwandelte gekonnt wie routiniert (45.+2).

Mandandas Handspiel entscheidet die Partie

Lange ließ die Antwort von OM nicht auf sich warten. Ocampos wurde auf links von Kehrer nicht angegriffen und legte für Germain auf - 1:1 (47.). Doch da Marseille kurz darauf abenteuerlich verteidigte, kam PSG schnell zum zweiten Treffer: Gleich drei Verteidiger stürzten sich auf di Maria, der sich ihnen per Doppelpass mit Kehrer entzog und aus spitzem Winkel ins Tor schlenzte (55.).

Die entscheidende Phase des Spiels kam jedoch erst noch. Einen weiteren Konter fuhren Mbappé und di Maria zusammen und setzten OM-Schlussmann Mandanda unter Druck. Der 33-Jährige stürmte aus seinem Tor, bekam die Hand an den Pass von di Maria und flog vom Platz. Den fälligen Freistoß aus 22 Metern setzte di Maria mit viel Effet rechts oben in den Winkel (66.). Damit waren die Rollen für Sieger und Verlierer verteilt. Der letzte Aufreger des Spiels war wieder dem kongenialen PSG-Angriffsduo vorbehalten, was diesmal aber nicht so harmonierte. Nachdem Sakai Mbappé im Strafraum traf, waren sich der junge Franzose und sein argentinischer Mitspieler nicht darüber einig, wer den Elfmeter ausführen dürfe. Mbappé setzte sich durch, scheiterte aber am gut reagierenden Pelé im Tor der Südfranzosen (90.+4). Dieser war für den blassen Balotelli nach Mandandas Platzverweis ins Spiel gekommen.

So endete der Arbeitssieg des Favoriten mit einem Störgeräusch, das Trainer Tuchel nach den beiden neuen Verletzungen erst recht nicht gebrauchen kann. Der Abstand auf Tabellenplatz zwei ist luxuriös: 20 Punkte hinkt Lille hinterher, dabei haben die Pariser eine Partie weniger absolviert.

pab