Premier League Spielbericht

Premier League 2018/19, 22. Spieltag
18:12 - 43. Spielminute

Spielerwechsel
Lamela
für Sissoko
Tottenham

18:14 - 44. Spielminute

Tor 0:1
Rashford

ManUnited

18:37 - 50. Spielminute

Gelbe Karte
Alli
Tottenham

18:53 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Ander Herrera
ManUnited

18:59 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
R. Lukaku
für Martial
ManUnited

19:05 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Pogba
ManUnited

19:08 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Llorente
für Winks
Tottenham

19:10 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Diogo Dalot
für Lingard
ManUnited

19:19 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel
McTominay
für Pogba
ManUnited

TOT

MAN

Sechster Sieg im sechsten Pflichtspiel unter Solskjaer

De Gea überragend! ManUnited siegt auch bei den Spurs

Marcus Rashford

Die Führung kurz vor der Pause: Marcus Rashford (M.) lässt Hugo Lloris keine Chance. imago

Fünf Pflichtspielsiege in Folge: Manchester United hatte unter Solskjaer bislang alle Spiele gewonnen - dabei aber noch nicht die ganz großen Brocken aus dem Weg räumen müssen. Den Auftritt bei den Spurs sahen daher viele als ersten echten Härtetest für die Red Devils unter ihrem norwegischen Interimscoach. Dieser setzte vor knapp über 80.000 Zuschauern in Wembley auf die beweglichere, schnellere Offensiv-Variante: Rashford, Martial und Lingard sollten vorne wirbeln, Sturmtank Lukaku musste zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Und Solskjaers Plan ging auf: Nachdem Winks die erste Chance für die Spurs vergeben hatte (9.), war United das gefährlichere Team, schaltete mehrfach schnell um. Dabei fehlte allerdings oft die Präzision. Bei den Abschlüssen von Rashford (12.) und Martial (18.) war Spurs-Torhüter Lloris auf dem Posten.

Es entwickelte sich ein packendes Topspiel, in dem die Spurs mehr Ballbesitz verzeichneten und in Son einen ständigen Gefahrenherd hatten. In die Abschlüsse der Gastgeber warf sich jedoch immer wieder ein Verteidiger. Ein Tor von Kane fand wegen Abseits zurecht keine Anerkennung (31.).

Aus dem Stand: Pogba bereitet Rashfords Tor stark vor

Kurz vor der Pause wurde dann ein Fehlpass von Trippier teuer: Lingard legte direkt weiter zu Pogba, der aus der eigenen Hälfte mit einem ganz starken Pass quasi aus dem Stand Rashford auf die Reise schickte. Dieser lief Vertonghen davon und überwand Lloris mit einem Schuss ins linke Ecke (44.).

Die Spurs kamen enorm schwungvoll aus der Kabine und hatten binnen weniger Sekunden gleich zweimal die Chance zum Ausgleich: Doch sowohl Kane (48.) als auch Alli (49.) fanden in de Gea ihren Meister. Es sollte nur der Beginn einer Glanzleistung des Spaniers in Durchgang zwei sein.

David de Gea pariert gegen Dele Alli

Nicht zu überwinden: Die Spurs (hier Dele Alli) bissen sich an David de Gea die Zähne aus. imago

United geriet zunehmend unter Druck, hatte allerdings selbst noch Chancen - und zwar keine schlechten. Doch auch Lloris war auf dem Posten, verhinderte gegen seinen Weltmeister-Kollegen Pogba, der viel offensiver agieren darf als unter Mourinho, zweimal den zweiten Gegentreffer (57./62.).

Elf Paraden! De Gea treibt die Spurs in den Wahnsinn

Für Entlastung konnten die Gäste in der Folge allerdings kaum noch sorgen. Die Spurs drängten mit aller Macht auf den Ausgleich, belagerten den Strafraum des Rekordmeisters förmlich. Immer wieder verzweifelten die Londoner aber am Duell mit de Gea, das fast schon absurde Züge annahm. Gegen Alli (66./74.) und Alderweireld (70.) hielt der United-Keeper in starker Manier, seine Fußabwehr nach Kanes Abschluss (86.) ging schon Richtung Spagat. Und auch der eingewechselte Llorente konnte ihn aus kurzer Distanz nicht überwinden (89.). In die Statistik gingen am Ende elf Paraden von de Gea ein, der ManUnited damit den ersten Liga-Auswärtssieg gegen Tottenham seit März 2012 bescherte.

Pochettino: "Zweite Hälfte die beste Leistung in viereinhalb Jahren"

Spurs-Coach Mauricio Pochettino war dennoch "so zufrieden und stolz": "Die zweite Hälfte war die beste Vorstellung, die ich in viereinhalb Jahren bei Tottenham gesehen habe. Die Mannschaft hat unglaublichen Fußball gespielt."

Dennoch: Während die Spurs im Titelrennen hinter Liverpool und Manchester City damit abreißen lassen müssen, mischt United im Kampf um einen Champions-League-Platz wieder mit. Unter Solskjaer haben die Red Devils den Rückstand auf Platz vier schon von elf auf sechs Punkte reduziert.

ski