UEFA Nations League 2018/19, 4. Spieltag
20:58 - 14. Spielminute

Tor 0:1
Kroos
Handelfmeter,
Rechtsschuss
Deutschland

21:13 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Ginter
Deutschland

22:03 - 62. Spielminute

Tor 1:1
Griezmann
Kopfball
Vorbereitung Hernandez
Frankreich

22:16 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
Draxler
für L. Sané
Deutschland

22:20 - 80. Spielminute

Tor 2:1
Griezmann
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Matuidi
Frankreich

22:25 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
Brandt
für Ginter
Deutschland

22:27 - 86. Spielminute

Spielerwechsel (Frankreich)
Dembelé
für Mbappé
Frankreich

22:29 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
T. Müller
für Gnabry
Deutschland

22:32 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Frankreich)
Ndombelé
für Griezmann
Frankreich

22:34 - 90. + 4 Spielminute

Spielerwechsel (Frankreich)
N’Zonzi
für Kanté
Frankreich

FRA

GER

Abstieg aus der Nations League rückt näher

Doppelter Griezmann lässt DFB-Team wieder leer ausgehen

Antoine Griezmann

Traf doppelt gegen das DFB-Team: Antoine Griezmann. imago

Frankreichs Coach Didier Deschamps tauschte nach dem späten 2:2 gegen Island viermal Personal aus: Hernandez, Kanté, Mbappé und Matuidi ersetzten Digne, N'Zonzi, den angeschlagenen Thauvin und Dembelé.

Bundestrainer Joachim Löw nahm nach dem 0:3-Niederlage in Amsterdam gegen die Niederlande fünf Veränderungen in seiner Startelf vor: Boateng (muskuläre Probleme), Hector, Can, Müller und Uth wurden durch Kehrer, Süle, Schulz, Gnabry und Sané ersetzt. Seine Mannschaft begann mit einer Dreierkette (Ginter, Süle, Hummels), die von zwei leicht aufgerückten Außenverteidigern (Kehrer, Schulz) flankiert wurde.

Quirliges Offensivtrio

Vorne vertraute Löw einer offensiven Dreierreihe, die aus Gnabry, Werner und Sané bestand. Das Trio sorgte mit pfeilschnellen Läufen und variablem Positionsspiel immer wieder für Verwirrung in der französischen Defensive. Beispielhaft der Vorstoß in der elften Minute, als Werner den Raum blitzschnell überbrückte und Gnabry anspielte, dessen Querpass Kanté mit einer riskanten Rückgabe noch einmal gefährlich machte. Zu diesem Zeitpunkt hatte die deutsche Elf leichte Feldvorteile, wirkte aktiver und münzte dieses Übergewicht auch in die Führung um: Sané wollte den Ball von der Grundlinie zurückspielen, Kimpembe bekam die Kugel in der Grätschbewegung an den ausgestreckten Arm - Elfmeter! Kroos übernahm Verantwortung und traf mit etwas Glück zum 1:0 (14.).

DFB-Elf verpasst eine höhere Führung

Danach blieb das Löw-Team am Drücker und hatte die besseren Chancen, vor allem weil die Offensiven immer wieder durchbrachen oder mit steilen Zuspielen in Szene gesetzt wurden. Gnabry (17.), Sané (19.), der statt selbst zu schießen einen schlampigen Querpass zu Werner spielte, Ginter nach Eckstößen (26., 36.) und Sané (34.) ließen eine höhere Führung der Gäste liegen.

Frankreich, das seine Umschaltaktionen nur selten wirklich gefährlich ausspielen konnte, wartete lange auf die erste zwingende Chance. Griezmann (9.) und Pogba (21.) verfehlten das Ziel deutlich. Zwingender waren die Versuche von Mbappé (39., 40.), der zweimal einen Schritt zu spät kam, und von Giroud, der aus kurzer Distanz scheiterte (44.).

Griezmann belohnt französischen Aufwand

Liga A, Gruppe 1 - 4. Spieltag

Beide Trainer verzichteten in der Pause auf Wechsel. Frankreich allerdings kam mit größerem Schwung zurück und investierte mehr. Vor allem Mbappé drehte nun auf, den die deutsche Defensive nur mit Mühe im Griff behielt. In der 52. Minute war der PSG-Star seinem Bewacher Süle enteilt, scheiterte aber am aufmerksamen Neuer. In 62. Minute wurde der französische Aufwand belohnt. Nach einer Seitenverlagerung schlug Hernandez eine Flanke, die Griezmann aus rund zehn Metern per Kopf ins lange Eck beförderte (62.).

Nun war das DFB-Team, das zuvor nur eine Chance durch Sané hatte (55.), wieder stärker gefordert. Gnabry prüfte Lloris (67.) - mehr sprang in dieser Phase aber nicht für die Deutschen heraus. Stattdessen nahm nun Frankreich die spielgestaltende Rolle ein, kam zwar ebenfalls kaum zu Chancen, blieb aber rund um den Strafraum brandgefährlich.

In der 79. Minute bot sich dem Weltmeister dann doch noch die Gelegenheit, das Spiel komplett zu drehen: Hummels verfolgte Matuidi, der aber im Strafraum zu Boden ging, weil er Hummels auf den Fuß trat und wegrutschte. Mazic blieb trotzdem bei seiner Entscheidung und gab Elfmeter, den Griezmann trocken verwandelte (80.).

Löw brachte mit Brandt und Müller noch einmal zwei frische Offensivkräfte, doch auch wenn die Gäste in der Schlussphase alles nach vorne warfen, blieb es am Ende beim 1:2.

Spieler des Spiels

Antoine Griezmann Sturm

1,5
Spielnote

Interessante und spannende Partie auf gutem fußballerischen Niveau vor imposanter Kulisse.

2
Tore und Karten

0:1 Kroos (14', Handelfmeter, Rechtsschuss)

1:1 Griezmann (62', Kopfball, Hernandez)

2:1 Griezmann (80', Foulelfmeter, Linksschuss, Matuidi)

Frankreich

Lloris 2,5 - Pavard 3, Varane 3, Kimpembe 4, Hernandez 2 - Kanté 3 , Pogba 4, Mbappé 2,5 , Griezmann 1,5 , Matuidi 3 - Giroud 2,5

Deutschland

Neuer 2,5 - Ginter 3 , Süle 2,5, Hummels 3 - Kehrer 4, Kimmich 2, Kroos 2,5 , N. Schulz 2,5 - Werner 3,5, Gnabry 3,5 , L. Sané 4

Schiedsrichter-Team

Milorad Mazic Serbien

4
Spielinfo

Stadion

Stade de France

Zuschauer

75.000

Für Frankreich geht es am 16. November mit dem Nations-League-Spiel in den Niederlanden weiter. Danach könnte Deutschland schon als Absteiger aus der Nations-League-Gruppe A1 feststehen. Deutschland hat tags zuvor Russland für ein Freundschaftsspiel zu Gast, ehe am 19. November das Rückspiel gegen die Elftal wartet.

Bilder zur Partie Frankreich - Deutschland