Bundesliga 2017/18, 31. Spieltag
16:36 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
T. Müller
für Robben
Bayern

16:48 - 57. Spielminute

Tor 0:1
T. Müller
Linksschuss
Vorbereitung Juan Bernat
Bayern

16:54 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Sarenren Bazee
für Harnik
Hannover

16:57 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Lewandowski
für Wagner
Bayern

16:59 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Fossum
für Bakalorz
Hannover

17:03 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Javi Martinez
für James
Bayern

17:03 - 73. Spielminute

Tor 0:2
Lewandowski
Kopfball
Vorbereitung Rudy
Bayern

17:11 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Maier
für Schwegler
Hannover

17:16 - 86. Spielminute

Gelbe Karte
Sorg
Hannover

17:19 - 89. Spielminute

Tor 0:3
Rudy
Rechtsschuss
Vorbereitung T. Müller
Bayern

H96

FCB

Hannovers desolate Serie gegen Bayern - Mai debütiert im April

Die Joker stechen: Heynckes beweist glückliches Händchen

Debütant im April: Bayerns Lars Lukas Mai, hier kommt er beim Kopfball gegen Niclas Füllkrug zu spät.

Debütant im April: Bayerns Lars Lukas Mai, hier kommt er beim Kopfball gegen Niclas Füllkrug zu spät. imago

Hannover hatte in der Vorwoche beim 1:1-Unentschieden in Stuttgart einen großen Schritt in Richtung Nicht-Abstieg gemacht. Gegen die Bayern, die zuletzt zehn Siege in Serie über 96 gefeiert hatten, vertraute Trainer André Breitenreiter auf drei Neue: Bakalorz, Elez und Sorg spielten für Klaus (Gelb-Sperre), Fossum sowie Korb.

Auf der Gegenseite nutzte Bayern-Trainer Jupp Heynckes mit Blick auf das bevorstehende Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid die Chance, um zahlreichen Stammkräften eine Verschnaufpause zu geben. Im Vergleich zur 6:2-Pokalgala in Leverkusen fanden sich gleich sieben Neue in der Startelf der Münchner wieder: Mai, Süle, Rafinha, Rudy, James, Bernat und Wagner kamen für Kimmich, Hummels, Alaba, Javi Martinez, Müller, Lewandowski und Ribery. Überraschend durfte Lars Lukas Mai in der Bundesliga ran. Der 18-jährige Defensivspieler kam bis dato einmal in der Regionalliga zum Einsatz, ansonsten in der A-Junioren-Bundesliga.

Bayern fehlt die letzte Konsequenz

Bundesliga, 31. Spieltag

Bei erstklassigen äußeren Bedingungen (21 Grad Celsius, Sonnenschein) ließen es beide Mannschaften anfangs ein wenig ruhiger angehen, man tastete sich zunächst ein wenig ab. Hannover war darauf bedacht, dass Passspiel der Münchner zu stören und wollte nach Ballgewinnen schnell kontern. Das gelang kaum, weil die Roten mit zu wenig Risiko nach vorne spielten und obendrein zu unsauber passten.

Nach etwa zehn Minuten meldete der FCB erste Ansprüche an: Thiago setzte mit einem Kopfball, der knapp drüber ging, ein erstes Ausrufezeichen (12.). James verzog knapp (14.), während Wagner und Süle binnen weniger Sekunden gegen 96-Schussmann Tschauner den Kürzeren zogen (17.). Der FCB hatte nun mehr vom Spiel, gab Takt und Tempo vor, kam aber dennoch zu selten zu klaren Abschlüssen. Das lag einerseits an den Niedersachsen, die dicht gestaffelt wenig zuließen, andererseits aber auch an fehlender Konsequenz der Münchner.

Ulreich und Tschauner halten ihren Kästen sauber

Schmerzhaft: Hannovers Salif Sané und Sandro Wagner (r) prallen mit den Köpfen zusammen.

Schmerzhaft: Hannovers Salif Sané und Sandro Wagner (r) prallen mit den Köpfen zusammen. imago

Insgesamt war es ein überschaubares Spiel, auch weil die Bayern nicht allerhöchstes Tempo gingen und es phasenweise recht locker angehen ließen. Hannover wehrte sich indes nach Kräften und hatte nach 26 Minuten sogar die erste nennenswerte Chance: Füllkrug schoss aus zentraler Position den im Weg stehenden Bernat an. Etwas später musste Ulreich ran, Hübers hatte nach Schwegler-Freistoßflanke per Hacke aufs kurze Eck gezielt (28.). Weil auf der Gegenseite Tschauner sich auch nicht lumpen ließ und sowohl gegen Wagner (30.) als auch Thiago (42.) seinen Mann stand, ging es letztlich torlos in die Kabinen.

Heynckes reagierte und brachte Müller für den zweiten Durchgang. Robben blieb draußen. Ansonsten änderte sich nicht sonderlich viel. Die Bayern hatten viel mehr Ballbesitz (70 Prozent nach einer Stunde), agierten gegen defensive Niedersachsen nicht mit letzter Konsequenz. Das änderte sich in der 57. Minute: Juan Bernat entwischte auf der linken Seite, wurde bedient und legte umgehend quer nach innen zu Müller. Dieser jagte das Runde anschließend aus elf Metern ins Eckige - 1:0.

Bayern verwalten - Joker Lewandowski sticht

Keine Frage, die Führung des Meisters war verdient. Die Bayern hatten zwar keine Gala hingelegt, waren aber äußerst routiniert. Und das blieb auch bis zum Schluss so. Die Münchner spulten ihr Pensum abgeklärt herunter und profitierten zudem davon, dass die Niedersachsen keine Anstalten machten, ihre defensive Grundordnung aufzugeben - die 96er wollten offenbar nicht das gleiche Schicksal erleiden wie Leverkusen (2:6), Gladbach (1:5), Augsburg (1:4) und Dortmund (0:6), die sich allesamt gegen die Münchner zuletzt die Finger verbrannt hatten.

Am Ende gab es für die Niedersachsen keine Abreibung, eine klare Niederlage wurde es dann aber doch. Zunächst ließ es sich Lewandowski nicht nehmen, einzunetzen. Der Pole traf nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung nach Rudy-Ecke per Kopf zum 2:0 (73.) - sein 28. Saisontreffer. Kurz vor dem Schlusspfiff sorgte Rudy nach Vorlage von Müller mit seinem ersten Saisontreffer für die Münchner für den 3:0-Endstand (89.).

Für den FC Bayern steht am kommenden Mittwoch (LIVE! ab 20.30 Uhr bei kicker.de) das "Spiel des Jahres" an - gegen Real Madrid soll zuhause der Grundstein für den Einzug ins Finale der Champions League gelegt werden. In der Bundesliga kommt es dann am Samstag zum Kräftemessen mit der Frankfurter Eintracht (15.30 Uhr). Tags zuvor gastiert Hannover in Hoffenheim (20.30 Uhr).

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Bilder zur Partie Hannover 96 - Bayern München